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Wisentgehege-Förderer werden immer mehr

ALVESRODE. Der Förderverein Freunde des Wisentgeheges und der Jagdschau steuert bei seiner Mitgliederzahl auf die 2000er-Marke zu. Das verkündete der Vorsitzende Thomas Freutel bei der Jahresversammlung des Vereins. Und zog insgesamt eine positive Bilanz.

Obwohl sich der Förderverein im vergangenen Jahr wegen der pandemiebedingten Absagen aller Veranstaltungen im Wisentgehege nicht wie gewohnt präsentieren konnte, kletterte die Mitgliederzahl Ende 2021 auf genau 1907, teilte Freutel mit. Aktuell gebe es sogar 1963 Mitglieder.

Im vorigen August startete der Verein nach der Zwangspause wieder seine Arbeitseinsätze, berichtete Freutel. Auch die Führungen, die ehrenamtliche Scouts des Vereins übernehmen, liefen zu der Zeit wieder an. Fast 30 Frauen und Männer seien als Scouts im Einsatz.

18 Mitglieder übernehmen die Hüttendienste – organisiert von Rita Treptow und Friedhelm Heimbruch –, damit die Vereinshütte an den Wochenenden öffnen kann: „Das ist eine wichtige Aufgabe. Die Besucher haben dort einen Ansprechpartner.“, so Freutel. „Wir sind nicht mehr ganz im Dornröschenschlaf – es geht wieder los“, sagte der Vorsitzende.

150 000 Euro für den Bau der Vielfraßanlage

Schatzmeister Marcus Geide vermeldete eine sehr gute Finanzlage. Es habe zuletzt keine größeren Ausgaben für das Wisentgehege gegeben. Zugesagt habe der Verein aber 150 000 Euro für den Bau der Vielfraßanlage. Die Baumaßnahmen dort gingen voran, erklärte Wisentgehegeleiter Thomas Hennig.

Er berichtete auch über den Tierbestand im Wildpark sowie die Wisentauswilderung nach Rumänien. Zehn Wisente seien 2021 in den Karpaten ausgewildert worden. Er treffe die Auswahl und Vorbereitung der Tiere in Deutschland und der Schweiz, erläuterte Hennig. Immerhin gebe es laut aktuellem Zuchtbuch 9111 ausgewilderte Tiere. Damit sei der Wisent aber noch nicht vor dem Aussterben gerettet, machte er deutlich.

Im kommenden Jahr soll es wieder eine Lehrfahrt geben

Er sprach auch über die Auswirkungen der Pandemie: Drei Monate musste das Gehege – wie alle Wildparks – schließen, die Einnahmen seien gesunken. Es gab keine Angebote wie Tierpflegertage oder Wolfsabende oder auch Großveranstaltungen. Auch der Jahreskartenverkauf sei im zweistelligen Prozentbereich eingebrochen. „Wir haben wegen der Schließung die Jahreskartengültigkeit um drei Monate verlängert“, sagte Hennig. Trotz allem hätten 186 000 Besucher 2021 das Wisentgehege besucht. Das sei ein gutes Ergebnis.

Hinterfragt werden müsse aber – aus betriebswirtschaftlicher Sicht – die künftigen Veranstaltungen. „Wir hatten im Laufe der Jahrzehnte so schöne Feste. Aber wenn es regnet, kommen die Leute nicht“, sagte Hennig. Und stellte fest: „Wenn ich die ganzen Menschen vom Förderverein nicht hätte, könnte ich keine Veranstaltungen ausrichten.“

Der möchte im kommenden Jahr wieder eine Lehrfahrt anbieten. Und plant, die kommende Jahresversammlung wieder turnusmäßig zu Beginn des neuen Jahres auszurichten.

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