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Börse in Frankfurt

Dax-Anleger agieren weiter vorsichtig

Frankfurt/Main (dpa) - Die Dax-Anleger haben sich weiter zurückgehalten. Der deutsche Leitindex büßte zwischenzeitliche moderate Gewinne schnell wieder ein und bewegte sich zuletzt mit minus 0,08 Prozent auf 11.289,93 Punkte kaum vom Fleck.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Bereits zum Wochenstart war das Börsenbarometer unter dem Strich nahezu auf der Stelle getreten, auch weil wegen eines Feiertages in den USA wichtige Impulse von der Wall Street fehlten.

«Nach der Rally vom Freitag dauert die Verschnaufpause zunächst an», schrieb Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Da sich die Bilanzsaison langsam dem Ende nähere, dürfte der Fokus kurzfristig wieder auf die politischen Ereignisse und die kommenden Zins-Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank wandern.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stand 0,41 Prozent tiefer bei 24.363,41 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls nur etwas nach.

Auf der Unternehmensseite richteten sich hierzulande die Blicke auf Jahreszahlen des Dax-Konzerns HeidelbergCement. Der Baustoffkonzern profitierte im vierten Quartal von dem Bauboom in Deutschland und weltweiten Infrastrukturprogrammen. Umsatz und Gewinne seien besser ausgefallen als befürchtet, erklärte ein Händler. Zuletzt stiegen die Aktien unter den Favoriten im Leitindex um rund 4 Prozent.

An der Dax-Spitze knüpften die Papiere des Zahlungsdienstleisters Wirecard an ihre Vortagesrally an und zogen um gut 8 Prozent an. Bereits am Montag hatte ein Leerverkaufsverbot der Finanzaufsicht Bafin Spekulanten den Wind aus den Segeln genommen, die auf einen fallenden Kurs setzen wollen. Mehrere Berichte der «Financial Times» («FT») hatten den Aktienkurs in den vergangenen Wochen immer wieder stark fallen lassen. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Manipulationen des Aktienkurses gegen einen Journalisten der Zeitung. Die «FT» wies Manipulationsvorwürfe als «unbegründet» und «falsch» zurück.

Ansonsten sorgten die Aktien von Tom Tailor für Gesprächsstoff. Die angeschlagene Bekleidungskette soll komplett chinesisch werden: Der Großaktionär Fosun aus China will das Hamburger Unternehmen übernehmen. Den Tom-Tailor-Aktionären werden 2,26 Euro je Aktie geboten. Die Anteilsscheine zogen um fast 11 Prozent auf 2,39 Euro an.



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