×

Die Handballfreunde sind die Gejagten

Mit einem Sieg gegen Grossburgwedel am letzten spieltag der vorigen Saison sicherten sich die Handballfreunde Springe die Vizemeisterschaft in der 3. Liga – die dritte in vier Jahren. In diesem Jahr wollen die Springer endlich den Titel holen und in die 2. Liga aufsteigen – und den Grundstein dafür mit einem Sieg morgen (18 Uhr) im Heimspiel gegen die TS Großburgwedel – dem einzigen Derby in dieser Saison – legen.

Tim Coors: „Mein Eindruck ist: Nächstes Jahr spielen wir in der 2. Liga.“

Arek Bosy: „Ich weiß, dass dieses Jahr das letzte in der 3. Liga sein wird.“

Maximilian Schüttemeyer: „Ich bin mit meinem alten Verein schonmal aufgestiegen – das will ich mit Springe nochmal schaffen.“

Pawel Pietak: „Ich glaube, in diesem Jahr schaffen wir endlich den Aufstieg.“

Ariel Panzer: „Ich will mit dieser jungen Mannschaft in der 2. Liga spielen.“

Aus den Worten der Spieler spricht vor der sechsten Drittliga-Saison der HF das pure Selbstvertrauen. „Jetzt liegt es an uns, das Selbstvertrauen aufs Spielfeld zu legen“, sagt Sven Lakenmacher, der nach drei Jahren bei der TSV Burgdorf II zurück ist auf der Springer Trainerbank. „Meine Mission hier ist noch nicht beendet“, sagte er kurz nach seiner Vertragsunterzeichnung.

Die Hoffnungen der Springer sind nicht unbegründet. Schon im vorigen Jahr spielten sie eine grandiose Hinserie, obwohl schon in der ersten Saisonhälfte die Verletztenmisere einsetzte – in der zweiten war sie nicht mehr zu kompensieren. Von den Leistungsträgern sind außer Torwart Jendrik Meyer alle geblieben, der Kader wurde auch in der Breite verstärkt.

So sind etwa beide Linkshänderpositionen doppelt besetzt, im Rückraum hat Lakenmacher die Qual der Wahl zwischen sieben Rückraumspielern. „Das ist schon Luxus“, sagt er, „man hat aber im letzten Jahr auch gesehen, dass man so viele Leute braucht, um ganz vorne zu landen.“

Gespannt ist er, wie das Team den Weggang von Meyer, dem überragenden Keeper der 3. Liga in den vergangenen beiden Jahren, verkraftet. Sein Nachfolger Ariel Panzer, der von Zweitligist VfL Bad Schwartau kam, sei ein sehr guter Torwart, sagt Lakenmacher, „aber er muss sich erstmal akklimatisieren in der neuen Liga“.

Mit 40 Jahren ist Panzer neben dem unverwüstlichen Abwehrchef Slava Gorpishin der Senior bei den HF, die ansonsten ihrer Linie, auf junge deutsche Spieler zu setzen, treu geblieben sind. Von den während und nach der letzten Saison geholten Feldspielern ist nur Tim Coors älter als 22 – aber mit 26 noch im besten Handballer-Alter.

Genügend Routine haben die Springer trotzdem allemal im Team. Die werden sie auch brauchen, denn „wir werden diejenigen sein, die von jedem Gegner in die Favoritenrolle gedrängt werden“, sagt Lakenmacher – die Rolle des Gejagten nehmen die Handballfreunde gerne an.




Weiterführende Artikel
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt