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Wie werde ich Jäger?

Der Vorbereitungskurs zum Ablegen der Jägerprüfung kann bei der Jägerschaft Springe absolviert werden. Die Prüfung selbst wird dann im Anschluss an den sieben Monate dauernden Lehrgang vor dem Prüfungsausschuss der Region Hannover abgelegt. Der Unterricht beginnt Anfang September eines Jahres und endet im März/April des Folgejahres.

Der theoretische Kursteil findet jeweils am Dienstag- und Donnerstagabend von 19 bis 21.30 Uhr in den Räumen des Jägerlehrhofes Springe statt. Dort stehen modernste Unterrichtsmedien zur Verfügung, aber auch Präparate frei lebender Wildtiere – und nicht zuletzt ein kompetentes Ausbilderteam.

In kleinen Lerngruppen ist eine optimale Vorbereitung möglich. Die praktische Ausbildung umfasst Reviergänge im Deister, den Besuch der Jagdschau und des Wisentgeheges sowie das Aufbrechen und Zerwirken von Wildtieren in der Wildkammer des Forstamtes Saupark. Die Reviergänge finden meist am Sonntagvormittag statt.

Eine Einlage über die Arbeit mit dem Schweißhund und eine Pflanzaktion im Rahmen der Naturschutzausbildung sind Bestandteile der fundierten Ausbildung. Mit als wichtigste praktische Ausbildungseinheit gilt der Umgang mit den Jagdwaffen. Dabei geht es gleichermaßen um Sicherheit und Treffsicherheit. Die Schießausbildung ist in etwa acht Einheiten (Freitagnachmittag und Sonnabendvormittag) untergliedert und findet auf dem Schießstand Holzmühle statt.

Zum Abschluss des Lehrgangs gibt es eine Simulation der Prüfungssituation, „um den dann schon meist aufgeregten Teilnehmern die Angst zu nehmen“, erklärt Lehrgangsleiter Detlef Hoppe. Die Schießprüfung, die einmal wiederholt werden kann, erfolgt schon während des Lehrgangsbetriebs im Februar oder März. Hier gilt es laut Hoppe, mindestens 25 von 50 möglichen Ringen im Büchsenschießen, mindestens zwei Wertungstreffer auf die flüchtige Überläuferscheibe und mindestens fünf von 15 Tontauben im Flintenschießen zu treffen.

Es folgt die theoretische Prüfung mit jeweils 20 Fragen aus den fünf Fachgebieten Wildtierkunde, Waffenkunde, Naturschutz/Hege/Jagdbetrieb, Behandlung von erlegtem Wild/Wildkrankheiten, Jagdhundewesen und Brauchtum sowie Jagdrecht im Multiple-Choice-Verfahren. „Wir empfehlen den Teilnehmern, sich schon parallel zu den Übungsabenden und Reviergängen mit den im Internet herunterladbaren Prüfungsfragen zu beschäftigen“, sagt Hoppe.

Letzter Prüfungsteil ist die mündliche/praktische Revierprüfung. Wer auch hier besteht, bekommt gleich im Anschluss sein Prüfungszeugnis. Auf der Ende April folgenden Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Springe wird dann als Höhepunkt der Jägerbrief überreicht, der als Schmuck für das Jagdzimmer daheim dienen kann. In der Vergangenheit belohnte das Forstamt Saupark den Lehrgangsbesten zudem mit einem Bockabschuss.

Interessenten können sich unverbindlich bei Detlef Hoppe persönlich informieren.

Achtung, bevor der erste Jagdschein gelöst werden kann, müssen folgende Unterlagen beigebracht werden:

• Führungszeugnis (wird von der Jagdbehörde angefordert)

• Passbild • Zeugnis über bestandene Jägerprüfung




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