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Schreiende Babys lassen sich oft nur schwer beruhigen / Geheimwaffe vieler Eltern ist der Nuckel / Der kann aber negative Folgen haben

Stillende Mütter brauchen ihren Kleinen keinen Schnuller zu geben

Vanessa Biermann

Kleinkinder, die gestillt werden, brauchen keinen Schnuller. „Exzessives Schnullern kann sogar zu erheblichen Problemen führen“, warnte Regine Gresens, Beauftragte für Stillen und Ernährung beim Deutschen Hebammenverband. Wollen Eltern ihrem Baby dennoch einen Schnuller geben, sollte das dosiert geschehen – sonst gewöhnen sich die Säuglinge zu stark daran.

Ein falsches Saugverhalten beim Nachwuchs sei nur eine von vielen Folgen, wenn das Baby zu oft am Schnuller nuckelt. „Die Kinder essen auch weniger“, sagt Gresens. Denn Saugen führe zu einer Hormonausschüttung, die eine Sättigung hervorrufe. „Dadurch gehen Kinder schlichtweg weniger an die Brust.“ Oder die Stillmahlzeiten würden hinausgezögert. „Unterm Strich nimmt das Kind zu wenig Milch auf, und es kann zum vorzeitigen Abstillen kommen“, erklärt die Hebamme.

Die Folgen sehr häufigen Schnullerns könnten sogar noch weiter reichen: „Es kann zu Zahn- und Kieferfehlstellungen kommen. Auch ist es möglich, dass die Sprachfunktion gehemmt wird und später sogar Sprachfehler auftreten“, sagt Gresens. Denn wenn der Säugling ständig den Schnuller im Mund habe, könne er nicht brabbeln.

Wollen Eltern ihrem Kind trotzdem den Schnuller geben, sollten sie zumindest die ersten vier bis sechs Wochen der Stillzeit abwarten. „Das Saugen an der Brust muss sich beim Kind etabliert haben“, sagte Gresens. Sie empfiehlt einen „dosierten Einsatz“, bei dem die Eltern darauf achten, dass der Schnuller nicht ständig präsent ist. „Ihn an einer Kette an das Oberteil des Kindes zu heften, ist falsch.“



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