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Lüdersen – ein hübsches Fleckchen Erde

„Bei uns bekommt jeder Neubürger schnell Kontakt“, verspricht Ursel Postrach, die Ortsbürgermeisterin von Lüdersen. In ihrem Dorf werden neue Nachbarn von ihr selbst oder anderen Mitgliedern des Ortsrates besucht und persönlich willkommen geheißen. Dazu erhalten sie ein Faltblatt mit den wichtigsten Adressen und Telefonnummern der örtlichen Ansprechpartner.

Der hübsche Ort liegt am Osthang des Süllbergs. Bei guter Sicht hat man einen hervorragenden Blick über das Calenberger Land und manchmal ist sogar der Brocken in der Ferne zu erkennen. Postrach bedauert zwar, dass es in Lüdersen selbst keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gibt, „aber die Versorgung ist in den benachbarten Zentren Springe und Pattensen schnell zu erreichen“.

Das älteste Gebäude Lüdersens ist die unter Denkmalschutz stehende Sankt-Marien-Kirche. Der Turm wurde etwa um das Jahr 1100 als Wehrturm erbaut. Zu dieser Zeit gehörte Lüdersen zum Herzogtum Sachsen. Das Gebiet wurde in der Folgezeit von den Grafen Hallermund beherrscht. 1973 wurden die Dorfgemeinschaftshalle (heute: Bergdorfhalle) errichtet und der Sportverein „Sportgemeinschaft Lüdersen“ gegründet. Aus den vermehrten Aktivitäten einer kleinen, aber regen Dorfgemeinschaft entstand 1978 auch ein weiteres Aushängeschild des Ortes: die Bergbühne. Das Amateurtheater ist inzwischen auch überregional bekannt durch seine jährlichen Dreiakter- und Sommertheateraufführungen.

Lüdersen verfügt über eine ausgeprägte Dorfgemeinschaft, die mehrmals dafür gesorgt hat, dass der Ort beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ prämiert wurde. Es gibt im gesamten Jahr viele regelmäßige Veranstaltungen, so wie das Osterfeuer, das Aufstellen des Maibaumes, das Himmelfahrt-Grillen am Süllberg sowie die regelmäßigen Veranstaltungen der Bergbühne.

Zur Geschichte: Lüdersen wurde erstmalig als Luidgereshem in einer Urkunde des Bischofs Milo von Minden (969 - 996) erwähnt. Die Namensendung „hem“ (heim) deutet darauf hin, dass der Ort bereits viel früher entstanden ist. Durch Sprachentwicklung wurde daraus Ludershusen (1252), Ludersen (1424), das heutige Lüdersen. Lüdersen war stets ein durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es noch sechs bäuerliche Betriebe, von denen derzeit noch fünf im Haupterwerb betrieben werden.

1949 wurde dem Ort das offizielle Dorfwappen mit dem über drei Berge springenden Wolf verliehen.

Die drei Berge sind der Süllberg, der Wolfsberg und der Vörier Berg. Seit 1974 ist Lüdersen durch die Gemeindereform Stadtteil Springes und hat aktuell 970 Einwohner.

1991 wurde durch die Hannoversche Werkstätten GmbH eine Außenstelle in Lüdersen mit einer Wohngruppe und Werkstattplätzen für Menschen mit Autismus eröffnet. Im Januar 2008 erwarb die Firma Sapiensis aus Hannover die ehemalige „Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle (GSVBw 21)“ mit ihrem unterirdisch gelegenen Atombunker am Rand des Süllbergs. Der Verein Vorbei e.V. hat der unter Denkmalschutz stehenden Anlage ein virtuelles Museum gewidmet.




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