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Weltkindertag 2012 wirbt für mehr gemeinsame Zeit in Familien zum Spielen, Toben, Reden und Zuhören

Kinder brauchen die Eltern – und keine Betreuung

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Autor:

Felix David

Köln. „Kinder brauchen Zeit“ – so lautet das Motto von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk zum Weltkindertag am 20. September. Damit möchten die Kinderrechtsorganisationen das Recht der Kinder auf Spiel und Freizeit, auf elterliche Fürsorge und auf Beteiligung ins Bewusstsein rücken.

Die Kinderorganisationen wollen damit in diesem Jahr auf die Bedeutung von gemeinsamer und spielerischer Zeit in Familien aufmerksam machen. Kinder und Eltern hätten heutzutage immer weniger Zeit füreinander, erklärte Anne Lütkes, Unicef-Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin des Kinderhilfswerks. Volle Stundenpläne der Kinder und auch Freizeitstress sowie gestiegene Anforderungen in Beruf und Gesellschaft an die Eltern bestimmten den Alltag in vielen Familien. Umso wichtiger sei es, die gemeinsamen Stunden aktiv miteinander zu verbringen. „Kinder brauchen Zeit, sich zu entwickeln, zu spielen und sich zu engagieren. Von den Erwachsenen wünschen sie sich verlässliche Beziehungen und Zeit für gemeinsame Erfahrungen“, sagt Lütkes.

„Kinder wollen ernst genommen werden, und sie wollen, dass man ihnen zuhört. Das braucht Zeit“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Kinder sind vor allem Kinder – und nicht nur ein Betreuungsproblem oder künftige Leistungsträger. Wer Kinder stärken will, muss ihre Rechte respektieren und sie als eigenständige Persönlichkeiten behandeln“, so Krüger.

Das Wertvollste, was Eltern ihren Kindern geben können, ist Zeit.

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