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Barrierefrei in den eigenen vier Wänden / Auch die Pflege wird organisiert

Ein Leben zuhause

Ein langes und erfülltes Leben ist der größte Wunsch des Menschen. Doch das Altwerden ist nicht ohne Risiko. Viele fürchten sich vor Krankheit und Gebrechlichkeit. Den Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen, das ist ein weitverbreiteter Wunsch.

Dies wirft jedoch viele Fragen rund um die Betreuung, Finanzierung und Kontrolle der Pflege im Alter auf. Viele fragen sich, was sie tun können, damit sie sich den Traum vom Alter daheim zuverlässig erfüllen können. Das ist eine besonders zentrale Frage für alle, die nicht in ein Pflegeheim möchten. Wer sich diese Frage stellt, hat klar erkannt, dass man sich vor allem selbst um eine den eigenen Wünschen angemessene Lösung kümmern muss.

Auf die Frage, was man beachten müsse, wenn man sein Eigenheim fürs Alter und auch für die Pflege fit machen wolle, und ob der Staat dabei helfe, antwortet Bernhard Reindl, Diplom-Sozialpädagoge und Betriebswirt aus München, Bereichsleiter Wohnen im Alter und bei Behinderung im Verein Stadtteilarbeit e.V. sowie Experte für das Wohnen im Alter: „Ideal ist es, wenn man ein Haus möglichst ‚barrierefrei‘ umgestalten kann. Schauen Sie, wie Sie Ihren Hauszugang möglichst ohne Stufen und Schwellen verändern können – und am besten auch gleich die Terrasse. Bauen Sie eine barrierefreie Duschmöglichkeit ein, idealerweise im EG. Das WC sollte gut zugänglich sein, auch damit bei Bedarf eine Assistenzperson Unterstützung geben kann.“

Besonders wichtig ist auch die eigentliche Pflege. Manfred Anton, Geschäftsführer der Astra Ambulante Pflege GmbH in München und Experte auf dem Gebiet der ambulanten und stationären Pflege, hält die Rechtslage bei Pflegepersonal, das beispielsweise aus Polen komme, für kompliziert: „Man kann sich an größere Träger ambulanter Pflege wenden, die teilweise Kooperationen mit Vermittlern eingegangen sind und insofern ein starkes Eigeninteresse haben, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Doch auch die Pflege daheim geht ins Geld und muss genau wie andere Wohnformen – zum Beispiel die Senioren-WG oder das Pflegeheim – finanziert werden. An Pflegezusatzversicherungen besteht daher ein großes Interesse.

Auch die Ausstattung des Haushalts, in dem eine pflegebedürftige Person versorgt wird, muss gut durchdacht werden. Annette Bubans aus Frankfurt am Main, Pflegeberaterin der Deutschen BKK und Expertin für Problemlösungen im Zusammenhang mit Pflegebedürftigkeit, erklärt, dass es im Rahmen der Pflege viele Möglichkeiten gebe, die von der Pflegekasse und von der Krankenkasse auch zu Hause zur Verfügung gestellt werden könnten: „Hilfsmittel wie ein Pflegebett können bei medizinischer Notwendigkeit auch ohne Pflegebedürftigkeit genutzt werden. Wurde eine Pflegebedürftigkeit festgestellt, kann man in der Pflegeversicherung unter verschiedenen Leistungen wählen. Das Pflegegeld wird gezahlt, wenn die Pflege durch private Personen wie Verwandte oder bei Ihnen angestellte Pflegekräfte sichergestellt ist.“




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