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Per Flusskreuzfahrt von Passau nach Budapest und zurück: Schöner kann man nicht nach Ungarn reisen

Die Meiers haben ihre Donau richtig liebgewonnen

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Autor:

Jean LeGrand

Passau / Budapest. Als die Swiss Tiara an der Promenade von Budapest festmacht, sehen Helga und Helmut geradezu fröhlich aus. Das Berliner Ehepaar hatte sich so sehr auf diese pulsierende Stadt gefreut und kann jetzt sein Glück kaum fassen. „Endlich sind wir da. Aber was heißt schon endlich? Die Reise hatte so viele andere Höhepunkte. Ich glaube, wir werden nicht zum letzten Mal mit diesem Schiff auf diesem Fluss gefahren sein“, sagt Helmut.

Dieser Fluss – damit meint er natürlich die schöne, blaue Donau. „Manchmal war sie gar nicht so blau, aber was macht das schon…“, sagt der 53-jährige Schlossermeister, der seinen Betrieb in der Bundeshauptstadt für eine Woche schlicht dichtgemacht hat, um mit seiner Frau auf eine erlebnisreiche Flusskreuzfahrt zu gehen. In Passau waren sie aufs Schiff gestiegen, hatten schon mit den ersten paar Schritten an Bord die wundervolle Atmosphäre genießen können, wurden mit einem Sekt empfangen und klönten bereits nach wenigen Minuten mit den Meiers aus Sachsen-Anhalt. Und als sie ihre Kabine bezogen, Nummer 223 auf dem Rubindeck, da fühlten sie sich sofort wie zu Hause. „Man kann richtig abschalten“, schwärmt Helga. Die Wellen der Donau haben sie in jeder Nacht in den Schlaf gewiegt, sagt sie.

Noch viel großartiger als die Nächte sind jedoch die Tage an Bord des 110 Meter langen, eleganten Flusskreuzers, der diesen Klassiker einer Donaureise schon mehrmals gefahren ist. Im Panoramasalon zu sitzen, einen Drink zu nehmen und die herrlichen Burgen und Schlösser an sich vorüberziehen zu lassen, hat Stil. „Und diese kleinen Weindörfer in der Wachau, die sich bis an die Ufer der Donau schmiegen, sind ja zu schnuckelig“, schwärmt Helga. Bei solch einem bunten Reigen an faszinierenden Sehenswürdigkeiten links und rechts des Flusses scheinen die Zwischenstopps in Wien und Bratislava geradezu in den Hintergrund zu treten!? „Nein, auf keinen Fall, aber es sind so viele Eindrücke, man kann sich nicht alles auf einmal merken“, sagt Helmut. Aha, klare Sache: Nächstes Mal fährt er nicht mehr ohne Bordtagebuch mit, „damit ich mich auch an Kleinigkeiten noch erinnern kann“. Den ersten Eintrag wird er dann sofort in Passau vornehmen. „Drei-Flüsse-Stadt“ wird er lauten. Denn dass dort Donau, Inn und Ilz ineinanderfließen, ist ja schon die erste lehrreiche Erkenntnis. Auf der Fahrt bis in die 1,7-Millionen-Metropole Ungarns wird noch mehr Kultur, Geschichte und Geografie zu erfahren sein. Learning by travelling sozusagen.

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  • Die MS Swiss Tiara macht vor großartigen Bauten Halt und fährt durch wundervolle Landschaften auf der Donau von Passau bis Budapest. Fotos: plantours

Kaum ist die Gangway vom Schiff zur Promenade Budapests festgemacht worden, gehen die beiden Berliner auch schon von Bord. Es ist Abend. Die Lichter der Stadt umarmen sie. Welch ein großes Gefühl.

Die Lebensader von Buda und Pest ist die Donau. Zahlreiche schöne, alte Brücken wie die Freiheitsbrücke führen über den Fluss von einem in den anderen Stadtteil.

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