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Bad Münder: damals und heute – immer liebenswert

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Auf Schritt und Tritt lässt sich beim Spaziergang durch die mündersche Altstadt Geschichte spüren. Viele aufwendig sanierte Gebäude lohnen einen Blick. Sie zeigen die Entwicklung vom dörflich geprägten Bad Münder mit kleinen Handwerksbetrieben zu einer liebenswerten Stadt mit einer Vielzahl von Fachgeschäften.

Leben und Arbeiten lagen in der münderschen Altstadt immer ganz nah beieinander, Entspannung in angenehmer Atmosphäre kommt immer stärker hinzu. Cafés und Restaurants laden inzwischen zum Verweilen ein. Im Frühjahr und Sommer zaubern von Sponsoren finanzierte Blumenbeete Blüteninseln in den Altstadtbereich. Das allerdings war nicht immer so: Enge Gässchen, die zum Kirchhof führen, breite Straßen, auf denen Autos tagsüber auch in der Innenstadt rollen – auf Bildern, die die mündersche Altstadt Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre zeigen, gehört der Verkehr noch fest zum Stadtbild.

Als sich 1973 16 Gemeinden zum heutigen Bad Münder zusammenschlossen, veränderte sich immer mehr auch der Charakter der Stadt. Die Kernstadt gewann mehr und mehr an Bedeutung, entwickelte sich immer stärker zum Zentrum. Das eigene Auto war bald für viele Familien selbstverständlich, die Motorisierung nahm stetig zu. Mit der Zunahme der Bedeutung als Einkaufsstadt wuchs zusätzlich auch der Verkehr, der sich durch den weitgehend erhaltenen historischen Altstadtkern schlängelte. Immer mehr Autos bei einer begrenzten Parkplatzzahl sorgten dafür, dass die Fahrzeugdichte in der Innenstadt anstieg. Mit der Innenstadtsanierung wurde schließlich Mitte der 1980er Jahre das Ziel ausgegeben, die Altstadt möglich vom fließenden und ruhenden Verkehr zu entlasten und Hauptverkehrsströme um die Kernstadt herumzuleiten – eine Regelung, die bis heute nicht unumstritten ist. Einbahnstraßen und die Fußgängerzone wurden im Zuge der Altstadtsanierung eingerichtet. Wer heute tagsüber die Marktstraße passieren will, muss nicht auf Fahrzeuge achten und hat den Blick frei für die Vielzahl von markanten Gebäuden.

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Dass die noch in derart großer Zahl vorhanden sind, ist dem Umstand geschuldet, dass Bad Münder im Zweiten Weltkrieg nur wenige schwere Bombentreffer bekam. Städtebaulich wurde die Stadt zwar im 16. und 17. Jahrhundert mehrfach zerstört, Tillys Truppen und auch die Franzosen hinterließen ihre Spuren. Im vergangenen Jahrhundert wurde Bad Münder aber verschont – weshalb sich in der Altstadt noch relativ viele Gebäude aus der Zeit vor 1900 finden, die das Stadtbild auch heute noch prägen. Markante Beispiele sind das Kornhus, das ehemalige „Haus der Väter“, um 1550 als Kornspeicher im Stile der Weserrenaissance errichtet –feuersicher aus Stein. Ebenfalls zu den älteren Gebäuden gehört das Rathaus an der Obertorstraße, 1815 erbaut.

Beim Bummel durch die Altstadt gehören Gebäude und Fassaden für Besucher heute ebenso zum Programm wie das Angebot der zahlreichen Ladenlokale. Neben einem Kaufhaus sind es insbesondere die Fachgeschäfte, die sich auch außerhalb der Stadt einen Namen erworben haben. „Liebenswert. Lebenswert. Attraktiv“, befand gerade erst IHK-Experte Hans-Hermann Buhr – häufig sind es Besucher von außerhalb, die den Münderanern die Schönheit ihrer Altstadt vor Augen halten.



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