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Nissan stellt mit dem 370Z Nismo eine echte Konkurrenz auf die Räder

Der japanische Porsche

Autor:

Henner-E. Kerl

Nissan oder Porsche? Wem schon stellte sich bisher diese Frage? Zumindest nicht hierzulande. Aber ganz so abwegig scheint sie fortan nicht zu sein. Denn Nissan motzt in seiner Motorsportschmiede unter dem Namen „Nismo“ seine Modelle auf und schickt sie nun auf den europäischen Markt. Als erstes Fahrzeug kam der sportlich getrimmte Juke zu den Händlern, ihm folgt jetzt ein echter Sportwagen: der 370Z Nismo hat durchaus das Zeug, den Etablierten seines Genres Konkurrenz zu bieten. Umso mehr, da der rassige Japaner für knapp 44 000 Euro zu haben ist.

1964 raste Nissans

erster Rennwagen die Piste entlang

1964 schickte Nissan erstmals einen Sportwagen, den Skyline 2000 GT, auf die Rennpisten. Das war die Geburtsstunde für Nissan-Motorsport (Nismo) und der Beginn einer Erfolgsgeschichte in Japan und den USA, und wer den Juke Nismo und vor allem den 370Z Nismo erfährt, dürfte sich sehr darüber wundern, dass es fast 50 Jahre dauern musste, bis Nismo auch nach Europa kam. Schon ohne Zusatz-Tuning glänzt der 370Z als überaus dynamischer, prächtig auf der Straße liegender, agiler Sportwagen – 328 PS stark, ein maximales Drehmoment von 366 Newtonmetern (Nm), das reicht allemal, um die Herzen von Liebhabern schneller Autos höher schlagen zu lassen. Doch Nismo holte aus dem 3,7-Liter-V6-Saugmotor noch mehr heraus: 344 PS und 371 Nm. Möglich machten das eine neu entwickelte und über die gesamte Länge zweiflutig geführte Auspuffanlage, die den Abgasgegendruck um 30 Prozent reduziert, und die geänderte Motor- und Ventilsteuerung. In 5,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bis zu 250 km/h (elektronisch begrenzt) schnell, das verlangt eine gute Fahrwerksabstimmung und auch sonst Technik vom Feinsten.

Das zweisitzige Coupé bietet alles. Dazu kommt die gegenüber dem Serienmodel rund 12 000 Euro teurere Version noch mehr als Sportler ohne Kompromisse daher. Dafür sorgen die Frontpartie mit der tief heruntergezogenen Schürze, die stärker ausgeprägten Seitenschweller, das Heck mit dem großen Spoiler sowie den markanten Heckstoßfängern und die 19-Zoll-Räder im Fünf-Speichen-Design. Angesichts der Leistungen und des gewaltigen Fahrspaßes sind die durchschnittlich fast elf Liter, die er bei sanfter Fahrweise auf 100 Kilometer schluckt, durchaus akzeptabel.

Bedauern wird manch einer möglicherweise, dass es den 370Z Nismo nur in einer Sechs-Gang-Schalt-Variante gibt. Dafür aber gehören beim japanischen Porsche unter anderem Touchscreen-Navigationssystem, Rückfahrkamera und Metallic-Lackierung zur Serienausstattung.

Frontspoiler, Heckspoiler (Flügel) und Seitenschweller: Alleine diese Attribute lassen den 370Z Nismo als Kraftprotz erscheinen. Die 16 PS Mehrleistung kitzelten die Entwickler aus der zweiflutigen Abgasanlage heraus.

we.




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