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In Zürich gibt es den größten überdachten Weihnachtsmarkt Europas – und ein paar edle Sehenswürdigkeiten

Zwischen dem „Öpfelschnechli“ und der Kristall-Tanne

Zürich. Er überstrahlt einfach alles: 15 Meter hoch ist der Weihnachtsbaum auf dem Zürcher Christkindlimarkt. Das ist zunächst nicht allzu besonders. Was ihn jedoch zu einem Schätzchen macht: Er ist 800 000 Euro wert und steht hinter dicken Glasscheiben. Denn dieser Weihnachtsbaum ist geschmückt mit 7000 Sternen, kleinen Engeln, Glocken, Bären und Weihnachtsbäumen aus Kristall. „Ungeheuer, gewaltig und beeindruckend,“ findet Maria Meier aus Freiburg den Baum. Die Rentnerin besucht den 17. Christkindlimarkt, der überdacht im Zürcher Hauptbahnhof untergebracht ist. Auch Sarah Hidding ist aus Deutschland angereist. „Dieser Baum ist so kitschig, dass er schon wieder cool ist“, sagt sie. Und dem kleinen Jungen, der gerade mit seinem Vater zum Baum gekommen ist, ist das egal. Er bestaunt die Tanne. An der Glasscheibe drückt er sich die Nase platt und flüstert: „Oooh, ist der schön.“

Dieser Sternenhimmel hat einen Namen: „Lucy“ heißt die Lichtinstallation von Charles Keller an der Bahnhofstraße. Fo

Autor:

Heiko Gropp

Zürich, das von Hannover nur eine Flugstunde und eine 20-minütige Bahnfahrt entfernt liegt, bietet seinen Gästen zur Adventszeit den wohl größten überdachten Weihnachtsmarkt überhaupt. Hier ist die lebhafte Geschäftigkeit geschützt vor Wind und Wetter. Etliche der rund 300 000 Reisenden, die an einem Tag den Bahnhof passieren, tauchen hier ein in die Winterwunderwelt. Denn die bietet eine gelungene Auswahl an schönen Geschenkideen und leckeren Köstlichkeiten.

Schön und bestaunenswert sind auch die 150 Weihnachtsstände. Hier gibt es kaum etwas, was Wünsche offen lässt. Tisch-, Wanddekorationen aus Holz und Porzellan, kunstgewerbliche Unikate aus Wurzelholz und Weihnachtsschmuck für Tisch, Wand oder Baum werden in großer Anzahl präsentiert. Natürlich darf das Räuchermännchen, ob groß oder klein, nicht fehlen. Zahlreich auch die Stände mit vielen Teesorten. Am Raclette-Stand muss man allerdings etwas warten. Hier gibt es das Stangenbrot, gefüllt mit heißem Käse. „Das ist hier sozusagen das Käse-Fondue-to-go,“ stellt Ingo Grote aus Zürich fest. Zwei Hüttchen weiter. Der Duft verrät es schon von weitem: Glühwein und Punsch. Es sind der Goldapfel und das „Öpfelschnechli mit Vanillcrem“.

Wer glaubt, er habe alles gesehen, der sollte einen Blick in die Bahnhofstraße werfen – allerdings erst in der Dunkelheit. 150 000 Leuchtdioden, umgeben von einer Kunstoff-Kristall-Spezialanfertigung, hängen dort über der Straße in unterschiedlicher Höhe und vermitteln einen Sternenhimmel, der kaum schöner sein könnte in der belebtesten Einkaufsstraße von Zürich. „Lucy“ heißt dieser Spagat zwischen Kunst und Gemüt, den der Lichtplaner Charles Keller aus St. Gallen gemacht hat. Es solle kein platter Weihnachtskitsch zur Förderung des Konsums sein. Vielmehr solle eine warme und ruhige Atmosphäre, welche die Symbolik von Weihnachten aufnehme, geschaffen werden, beschreibt Charles Keller – und das ist ihm gelungen.

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Alles überstrahlt im Bahnhof der kostbare Weihnachtsbaum mit seinen 7000 angehängten Kristallen.



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