weather-image

Zweites Urteil: Nurretin B. muss Kader K. Schmuck geben

HANNOVER/BAD MÜNDER. Das Landgericht Hannover hat den verurteilten Eimbeckhäuser Nurettin B. angewiesen, zahlreiche Schmuckstücke an sein Opfer Kader K. herauszugeben. Die Hamelnerin hatte sie vor Gericht zurückgefordert, es handelte sich demnach um eine „Morgengabe“ zur Hochzeit.

Der verurteilte Nurretin B. im Gespräch mit seinen Verteidigern. Die Aufnahme entstand beim Prozessauftakt im Mai. Foto: Dittrich
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Das hat Richter Hans-Christian Rümke am Mittwoch mitgeteilt.

Klägerin Kader K. machte Herausgabeansprüche gegen den Mann geltend, mit dem sie nach islamischem Recht verheiratet war. Zur Hochzeit hatte sie viel Schmuck erhalten, einerseits von ihren Verwandten als Geschenke, andererseits auch von dem Beklagten als „Morgengabe“. Das Paar trennte sich im Mai 2014. Die Klägerin behauptet, sie habe den Schmuck, der ihr von dem Beklagten stets auch nur zum Anlegen herausgegeben worden sei, in der gemeinsamen Wohnung zurückgelassen.

Der Beklagte hingegen behauptet, die Klägerin habe sämtliche Gegenstände, darunter elf Goldreifen, eine lange Goldkette, Ohrringe, Armreifen und etliche Ringe bei ihrem Auszug mitgenommen. Die Zivilkammer wies dieses Verteidigungsvorbringen als verspätet und damit unbeachtlich zurück und verurteilte den Mann. Nurettin B. hat nun vier Wochen Zeit, die Schmuckstücke herauszugeben, andernfalls muss er der Klägerin 20 400 Euro Schadenersatz zahlen.

Nurettin B. kann gegen dieses Urteil Berufung einlegen. Dann müsste das Oberlandesgericht in Celle entscheiden.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt