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Vor Gericht: Rodenberger soll in Psychiatrie

Zweimal in einer Nacht Frau vergewaltigt?

Rodenberg/Bückeburg (ly). Zweimal in einer Nacht soll ein Rodenberger (38) seine von ihm getrennt lebende Frau vergewaltigt haben. Staatsanwalt Malte Rabe von Kühlewein geht davon aus, dass der psychisch kranke Mann zum Zeitpunkt der beiden Taten im Oktober 2007 schuldunfähig war.

In einem Prozess vor der 1. Großen Strafkammer des Bückeburger Landgerichts, der gestern begonnen hat, beantragt er deshalb die Unterbringung des Beschuldigten in der geschlossenen Psychiatrie. Dies ist stets das Ziel eines solchen Sicherungsverfahrens. Bestraft werden kann der 38-Jährige voraussichtlich nicht, weil im deutschen Rechtssystem Schuld die Voraussetzung für Strafe ist. Zur Tat schweigt er. Laut Antragsschrift der Staatsanwaltschaft leidet der Rodenberger an einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis. Im Herbst lebte er in einer betreuten Wohngruppe. Bei seiner Frau soll er sich lediglich für eine Übernachtung einquartiert haben. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. Dann soll die Frau des 38-Jährigen vernommen werden. Viel hängt vom Gutachten eines Sachverständigen ab, das für denselben Tag erwartet wird. Der Psychiater soll vor allem beurteilen, ob der Rodenberger als "Gefahr für die Allgemein- heit" auf unbestimmte Zeit in ein Landeskrankenhaus gehört, weil sonst weitere Straftaten zu erwarten wären. Dass er gefährlich sein soll, kann der mehrfache Vater nicht nachvollziehen. "Ich bin ein ruhiger Mensch und neige nicht zu Gewalt", versichert er auf entsprechende Fragen der Vorsitzenden Richterin Birgit Brüninghaus. "Wenn andere Menschen sagen, dass ich krank bin, zittert mein Körper, aber ich bleibe weiter ruhig." Unter Betreuung steht der 38-Jährige seit fünf Jahren, im Landeskrankenhaus untergebracht ist er bereits seit seiner Festnahme im November 2007. "Als ich krank war, habe ich Stimmen gehört", sagt er. "Ich bekomme Medikamente, glaube aber nicht, dass sie nötig sind." Das Gericht hat zunächst vier Verhandlungstage angesetzt,vier Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Spätestens am 23. Mai soll das Urteil verkündet werden.




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