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Zwei Sportstätten, die Ärger bereiten

Bad Münder. Großer Verein – große Sorgen. Auf diesen Nenner lässt sich die Situation für die TuSpo Bad Münder bringen, wenn es um die für den knapp 1000 Mitglieder starken Verein lebensnotwendigen Sportstätten geht: das sanierungsbedürftige Jahn-Stadion und die vor dem Abriss stehende Sporthalle der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule.

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Autor:

Dieter Gömann

Kopfzerbrechen bereitet dem Vorsitzenden Helmut Burdorf vor allem der bevorstehende Abriss der HWK-Sporthalle, deren Hauptnutzer die TuSpo ist. Die Arbeiten sollen, so Burdorf, im September beginnen. Für ungefähr eineinhalb Jahre muss dann der Sportbetrieb auf andere Sportstätten in der Kernstadt und den Ortsteilen verlagert werden. „Ich hoffe, dass wir die Zeit überbrücken können, ohne dass die Abteilungen Schaden nehmen oder gar zusammenbrechen. Wir setzen auf die Solidarität der anderen Sportvereine in der Stadt“, so der Appell des TuSpo-Chefs.

Der Zustand des Jahn-Stadions ist bereits seit Jahren Thema, und die Leichtathletik-Abteilung kann ein Lied davon singen, wenn es um ein ordnungsgemäßes und leistungsförderndes Vorhalten der leichtathletischen Anlagen geht. Im vergangenen Jahr hat die Abteilung 250 Arbeitsstunden in das Stadion investiert hat. TuSpo-Vorsitzender Burdorf bezifferte den finanziellen Wert dieses Engagements mit rund 10 000 Euro.

Die Abrahm-Lincoln-Realschule hat das Jahn-Stadion in den vergangenen 25 Jahren für den Schulsport unentgeltlich genutzt. „Damit muss jetzt im Hinblick auf die Nutzung durch die KGS Schluss sein. Wir können den Aufwand allein nicht mehr stemmen“, betonte Burdorf. „Mit Gesprächen zwischen Stadt und Landkreis müssen wir eine tragfähige Lösung schaffen.“

Der Handlungsbedarf ist groß: Größtes Ärgernis sind die Rundbahn und die Sektoren für das Kugelstoßen sowie die Anlaufbahnen für den Hochsprung sowie Speer- und Ballwurf. Letztere fallen zu Beginn der Saison mehr durch Grünbewuchs statt roter Asche auf. Kopfschütteln haben jüngst die Schäden auf der Laufbahn hervorgerufen, die durch die Sanierungsarbeiten der Oewa an der Drainage entstanden sind. Die schweren Baufahrzeuge haben deutliche Spuren hinterlassen, sodass von einer Laufbahn kaum noch die Rede sein kann. „Die ersten Sanierungsmaßnahmen erwecken in der Oberfläche ein ordentliches Bild, doch wenn die ersten Regenschauer niedergegangen sind, dürfte eine Überschwemmung der Laufbahn die Folge sein“, kritisiert Lothar Spalke, Kassenverwalter der Abteilung. Unter der Rotgrand-Asche dürfte es zu starker Verdichtung gekommen sein.

Kein Verständnis hat Spalke für die – im wahrsten Sinne des Wortes – „oberflächliche“ Sanierung der Laufbahn, bei der die ausführende Firma ohne Absprache den im Hochsprungsektor gelagerten Rotgrand der TuSpo verwendet hat. „Ein Unding, genauso wie die von der Oewa durchgeführten Arbeiten, für die es mit der Leichtathletik-Abteilung keinerlei Absprachen gegeben hatte“, so Spalke.



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