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Beim Thema Schulschließung soll der Streit zwischen Flegessen und Hachmühlen verhindert werden

Zwei Schulen – doch nur eine darf bleiben

Flegessen/Hachmühlen (jhr). Die Schließung eines Grundschul-Standortes – ein Thema, das der Politik kurz vor der Kommunalwahl denkbar ungelegen kommt und an dem doch kein Weg vorbeiführt: Mit den Unterschriften unter den Zukunftsvertrag in der vergangenen Woche ist auch die Schließung einer Grundschule besiegelt worden. Offen ist allerdings noch, ob an der Schule Flegessen oder an der Schule Hachmühlen zum Schuljahr 2014/15 zum letzten Mal der Schlüssel gedreht wird.

Flegessen (Foto) oder Hachmühlen – nur ein Grundschulstandort soll über das Schuljahr 2014/15  hinaus erhalten bleiben. Fo

Dass das Thema die Einwohner bewegt, wurde am Montagabend in Flegessen deutlich. Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak hatte eine Sachstandsinformation auf die Tagesordnung der Ortsratssitzung setzen lassen – und damit 25 Besucher, teilweise auch aus Hachmühlen, für die Sitzung interessiert. Deutlich wurde dabei: In Flegessen und Hachmühlen soll nach Möglichkeit verhindert werden, dass ein offener Streit um den Erhalt des eigenen Standorts entbrennt. Genau aus diesem Grund habe es bereits erste Gespräche gegeben, nach der Wahl der Elternvertreter sollen sie am 8. September fortgesetzt werden.

Dass das Innenministerium die Schließung eines Standortes nicht ohne Grund als nicht zu diskutierende Forderung für den Zukunftsvertrag genannt hatte, hängt mit der Entwicklung der Schülerzahlen zusammen. Brunhilde Meyer, Schulleiterin in Flegessen, wies darauf hin, dass im aktuellen Schuljahr in Flegessen wie in Hachmühlen 46 Schüler in drei Klassen unterrichtet werden. Prognostiziert wird, wie erst kürzlich im Schulausschuss deutlich wurde, ein weiteres dramatisches Absinken der Schülerzahlen. Zum Schuljahr 2019/20 rechnet Elisabeth Borcherding, Fachbereichsleiterin Schule/Soziales, für den gesamten Einzugsbereich beider Grundschulen insgesamt nur noch mit 70 Kindern, im Schuljahr drauf nur noch mit 67.

Durchgespielt hat Schulleiterin Meyer bereits einmal, ob ihre Schule im Jahr 2014/15 alle Schüler aus Hachmühlen, Brullsen, Flegessen, Klein Süntel und Hasperde aufnehmen könnte. Ihr Fazit: Ja, da ein Werkraum ohne Aufwand wieder zum Klassenraum gemacht werden könnte und die dann für das Schuljahr erwarteten fünf Klassen untergebracht werden können.

Zur Auswahl des Standortes, der erhalten werden soll, sollen im ersten Halbjahr 2012 Basisdaten, unter anderem zum Zustand der Gebäude, ermittelt werden. Damit könnte, so die von Olejniczak unterstützte Idee von Bürgermeisterin Silvia Nieber, ein externes Büro beauftragt werden. Beraten werden soll dann unter Beteiligung der Elternschaft, der Schulleitungen und der Schulbehörde, damit in der ersten Jahreshälfte 2013 eine Entscheidung fallen kann.



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