weather-image
29°

Zwei Promille am Steuer - Geldstrafe

Rinteln (maf). Die kurze Trunkenheitsfahrt eines 29-jährigen Arbeitslosen hat Richter Christian Rost nun mit einer Geldstrafe von 150 Euro geahndet. Vor neun Monaten war der drogenabhängige Angeklagte zunächst bei einer Prügelei in der Nordstadt erheblich verletzt worden. Kurz darauf fuhr der Mann, der überhaupt keinen Führerschein hat, mit mehr als zwei Promille im Blut bis zu einem benachbarten Supermarkt.

Der Fall: Im November vorigen Jahres kam es im Gerhart-Hauptmann-Weg zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Dabei wurde der Angeklagte massiv verprügelt, mit Stockschlägen traktiert und auch noch bedroht ("Ich schlage dich tot!"). Als eine Nachbarin die Polizei rief, endete die Schlägerei. Das betrunkene und am Kopf verletzte Opfer setzte sich dann ins Auto und fuhr eine kurze Strecke bis zum Parkplatz eines Supermarktes. Von dort ließ sich der Mann ins Rintelner Krankenhaus bringen, wo unter anderem eine stark blutende Wunde am Ohr genäht werden musste. Für die Justiz ist der Arbeitslose kein Unbekannter. Im letzten Jahr war er schon einmal wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgefallen. Zurzeit befindet sich der von Rechtsanwalt Gunter Mücke verteidigte Heroinabhängige im Methadonprogramm, bald tritt er eine stationäreTherapie an. Während Anklagevertreter Dieter Liese eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung forderte, entschied sich Richter Rost für eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen à zehn Euro. Zu Gunsten des 29-Jährigen wurde seine starke Alkoholisierung und das schlimme Verprügeln berücksichtigt.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare