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Kleinenbremen sicher / Aus für Nammen?

Zwei Orte bangen um ihre Grundschulen

Kleinenbremen (ly). Totgesagte leben länger. Während in Kleinenbremen offen über die Schließung der örtlichen Grundschule spekuliert wird, können Politiker wie Gerhard Oberschelp die Diskussion kaum nachvollziehen. "Ich halte Kleinenbremen für eine gesetzte Grundschule", sagt Oberschelp (SPD), Vorsitzender des Portaner Bildungsausschusses. Der Bestand sei nicht gefährdet. Viel realistischer als das Aus für die (einzügige) Grundschule Kleinenbremen nennt Oberschelp zwei andere Szenarien.

Kletterpartie: Auf dem vor einigen Jahren neu gestalteten Kleine

Zum Beispiel könnten die Nammer Kinder nach Kleinenbremen kommen, wo dadurch eine zweizügige Schule entstünde. Dann müsste allerdings eine Lösung für das leer stehende Gebäude in Nammen gefunden werden. "Als evangelische Bekenntnisschule kann Nammen kein Hauptstandort werden", so Oberschelp. Die Alternative: Beide Standorte, Kleinenbremen und Nammen, blieben erhalten - mit einer Schulleitung in Kleinenbremen. Die Nammer Rektorin Irmtraud Kruel gehe 2009 in Pension. "Absicht der Landesregierung ist es, solche Stellen nicht wieder zu besetzen", erklärt Oberschelp. Nach dem Schulgesetz sollen Grundschulen mindestens zweizügig sein. Vielleicht kommt die Diskussion ohnehin verfrüht. Bis 2010 genießen alle zehn Portaner Grundschulen Bestandsschutz. In Kleinenbremen wird viel geredetüber die Grundschule. Und es klingt nicht immer freundlich. Friedrich Vogt (Bündnisgrüne), Vorsitzender des Bezirksausschusses, hat in Teilen der Öffentlichkeit "eine Negativ-Darstellung" bemerkt, weshalb er die jüngste Sitzung des Ortsgremiums in den schulischen Musikraum verlegte. Ein Hintergrund: Zwischen Oktober 2001 und 2006 sind die Schülerzahlen um etwa ein Drittel gesunken - von 157 auf 104. Schulleiterin Ute Gösch, im Amt seit 2003, hat bereits die Flucht nach vorn angetreten. Nicht kleckern, sondern klotzen: Viel stärker als bisher sollen die Vorzüge der Schule ins Bewusstsein gerückt werden. Als da wären: Fußball-, Schach und Computer-AG, Betreuung, zusätzliche Förderstufen in den Klassen 1 und 2, Schülerbücherei, Förderunterricht, Computerraum und demnächst eine Chor-AG. Um darauf hinzuweisen und gleichzeitig "ein Wir-Gefühl zu verbreiten", könnte demnächst ein Flyer gedruckt werden. "Ungewöhnlich, wenn Schulen Werbung machen, aber eine gute Idee", meint Friedrich Vogt. Den Rückgang der Kleinenbremer Schülerzahlen führt Gösch vor allem auf die demografische Entwicklung zurück, wonach es immer mehr alte und immer weniger junge Menschen gibt, zum Teil auch auf eine Orientierung nach Bückeburg. Abwanderung über die Landesgrenze trete heute jedoch nur noch vereinzelt auf. Keine negativen Auswirkungen hat Gösch nach eigener Aussage durch den Wegfall der Schulbezirksgrenzen zum 1. August festgestellt. Dies soll zu mehr Wettbewerb führen. Für die nächste Einschulung in Kleinenbremen stehen 19 Kinder auf der Liste - bisher.



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