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Sorge um medizinische Versorgung

Zwei Ärzte für 8000 Einwohner

Samtgemeinde Niedernwöhren. Das Thema Ärztemangel hat den Rat der Samtgemeinde Niedernwöhren in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. „Da sieht es in unserer Samtgemeinde ziemlich schlecht aus“, meinte Samtgemeindebürgermeister Marc Busse und mahnte an, dass man sich frühzeitig Gedanken über die Nachfolge der beiden vorhandenen Ärzte machen müsse. Denn beide Mediziner haben die 60-Jahre-Grenze bereits überschritten. Derzeit praktiziert Hans-Ulrich Gromzik in Niedernwöhren und Rolf-Günter Kilian in Wiedensahl.

Rein rechnerisch kämen nach Angabe der Kassenärztlichen Vereinigung im Landkreis Schaumburg durchschnittlich 1486 Einwohner auf einen Arzt. Bei zwei Hausärzten in der Samtgemeinde Niedernwöhren macht das allerdings mehr als 4000 Menschen pro Hausarzt, berichtete Busse. Damit liege Niedernwöhren „ganz unten im Kreis-Gebiet“. Busse zufolge bestehe die größte Herausforderung darin, überhaupt erst einmal einen Interessenten zu finden. Die restlichen Hürden würde man dann schon bezwingen, meint er.

CDU-Ratsherr Friedrich Wilharm brachte dagegen auch die teilweise schwierigen Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung zur Sprache, denn diese ist für die Vergabe der Niederlassung verantwortlich. Auch im Seniorenbeirat, deren Vorsitzender Wilharm ist, sei das Thema besprochen worden. Dabei sei der Tenor gewesen, Ärzte und Apotheker einmal an einen Tisch zu bringen, damit man gemeinsam über die Zukunft sprechen und anschließend auch im Sinne der Ärzte bei der Kassenärztlichen Vereinigung Druck machen könnte.kil




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