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Gewalttat in Hameln

Zustand von Kader K. weiter kritisch, aber „leichte Fortschritte“

HAMELN. Die 28-jährige Kader K., die am Sonntagabend in Hameln Opfer eines brutalen Verbrechens geworden ist, befindet sich nach Angaben der Polizei immer noch in einem kritischen Zustand. Sie sei aber stabil und mache leichte Fortschritte, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Donnerstag.

Kader K. (28) aus Hamel liegt nach einem Gewaltverbrechen im künstlichen Koma. Ihre Familie hat der Veröffentlichung des Fotos ausdrücklich zugestimmt. Foto: pr
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Die Familie sei zusammengekommen, um für Kader zu beten, sagt ihr Bruder Maruf K. (36). Seine Schwester sei eine „ganz liebe mitfühlende Frau, die ein großes Herz für Menschen in Not“ habe. Er könne nicht verstehen, warum Nurettin B. (38) ihr das angetan habe. Es sei eine Liebesheirat gewesen. Das Paar soll anfangs glücklich gewesen sein. Dann aber habe der Mann sein wahres Gesicht gezeigt. „Es war sehr aggressiv, hat meine oft Schwester geschlagen“, erzählt Maruf K., der als Koch in einem Restaurant arbeitet. Ein, zwei Monate nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes, habe er sich von Kader getrennt. „Er wollte den Jungen haben“, sagt der Bruder. Das Gericht habe das Kind jedoch der Mutter zugesprochen.

Bei einer Mahnwache in Hameln haben am Mittwochabend auch hunderte Menschen, ihr Mitgefühl mit der jungen Mutter ausgedrückt. Bei der Versammlung, zu der die Stadt aufgerufen hatte, waren auch viele Angehörige von Kader K. dabei. Nachdem Oberbürgermeister Claudio Griese und Landrat Tjark Bartels einige Worte gesagt haben, skandierten mehrere Frauen den Ruf: „Jin, Jiyan, Azadi“ (Frauen, Leben, Freiheit).

Die Menschen drücken ihr Mitgefühl auch mit Kerzen und Bildern aus. Foto: ube
  • Die Menschen drücken ihr Mitgefühl auch mit Kerzen und Bildern aus. Foto: ube


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