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Was Bad Münders neun Ortsbürgermeister sich für das neue Jahr für ihren Ort wünschen

Zusammenhalt steht 2012 hoch im Kurs

Bad Münder (lil). „Was wünschen Sie sich für Ihren Ort im neuen Jahr?“ Diese Frage hat die NDZ den neun Ortsbürgermeistern der Stadt Bad Münder gestellt.


„Oberste Priorität hat der Erhalt der Grundschule“, stellt Detlef Olejniczak, Ortsbürgermeister von Flegessen-Hasperde-Klein Süntel, klar heraus. „An zweiter Stelle steht die Umsetzung des Baugebiets ‚Oberes Ernstfeld‘, damit hoffentlich viele Familien mit Kindern hierher ziehen.“ Durch eine Grundschule bleibe ein Ort interessant. „Für die Kleinen ist es wichtig, dass sie kurze Wege haben“, meint Olejniczak. Was er sich noch wünscht: „Dass Bewegung in unser Gewerbegebiet ‚Rascher Ort‘ kommt und sich dort Unternehmen ansiedeln.“

Elke Osterkamp, Ortsbürgermeisterin von Beber-Rohrsen, bedeutet viel, dass sich die Einwohner weiterhin für ihren Ort einsetzen. „Es gibt immer mehr Vorschriften, die die Arbeit von Ehrenamtlichen erschweren oder gar kaputtmachen“, sagt sie. „Ich bin dankbar für das Engagement. Dass es hier noch Leute gibt, die immer mit anpacken.“ Für 2012 wünscht sie sich einen Zebrastreifen für Beber sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder ein Gefahrenschild am Ortseingang von Rohrsen. „Es heißt immer: ‚Es ist ja noch nichts passiert – es besteht keine Notwendigkeit‘“, bedauert Osterkamp.

Karl-Heinz Bodtmann, Ortsbürgermeister von Eimbeckhausen: „Wir haben im letzten Jahr viel erreicht – etwa die Umgehungsstraße.“ Er wünscht sich weiterhin ein gutes Miteinander in der Dorfgemeinschaft. „Und dass wir als Ortsrat über Parteigrenzen hinweg Eimbeckhausen, so weit finanziell möglich, weiter nach vorn bringen. Dazu zählt, dass die Infra- und Versorgungsstruktur erhalten bleibt.“ Einen Wunsch hat Bodtmann noch: „Mir ist wichtig, dass die Arbeiten der Denkmalpflege 2012 nahtlos weitergeführt werden.“

„Ich habe festgestellt, dass wir eine sehr intakte Gemeinschaft haben. Das war nicht immer so“, sagt Susanne Bubat-Hahn, Ortsbürgermeisterin von Hamelspringe. „Das hat sich in den letzten fünf Jahren positiv entwickelt, und ich hoffe, dass es so bleibt.“ Ein Thema, das sie und die Hamelspringer beschäftigt: der Steinbruch. Dort will ein Unternehmen Asche aus dem Gemeinschaftskraftwerk Hannover-Stöcken einlagern (wir berichteten). „Da sind viele Fragen offen, die sich gleich Anfang des Jahres klären sollen“, so Bubat-Hahn. „Wir werden uns mit Bakede, den Forstgenossen sowie den zuständigen Gremien von Kreis und Land zusammensetzen.“

Ortsbürgermeister Karl-Wilhelm Baule wünscht sich für sein Nienstedt Harmonie und Zusammenhalt. „Und dass sich alle wohlfühlen.“ Wichtig ist ihm auch, dass die Einkaufsmöglichkeit, die im Oktober 2010 geschaffen wurde, erhalten bleibt. „Das ist mehr als ein Kiosk“, erklärt Baule. „Freitags kommt etwa der Gemüsehändler“, erläutert er. „Das kommt so langsam in Gang. Ob es sich hält, hängt von den Nienstedtern ab.“ Ihm und vielen Einwohnern liege zudem eine Querungshilfe in Höhe Lauenauer Straße/Auenweg am Herzen, so der Ortsbürgermeister. „Dort ist der Kindergatten, und morgens sind viele Schüler dahin unterwegs.“

„Mein Lieblingsthema für 2012 ist der Erhalt unserer Grundschule“, sagt Hartwig Möller, Ortsbürgermeister von Hachmühlen-Brullsen. „Ich wünsche mir, dass die Untersuchung ergibt, dass Hachmühlen der bessere Schulstandort ist“, sagt er mit Blick auf die Konkurrenz in Flegessen. „Und für unsere Vereine wünsche ich mir einen Mitgliederzuwachs, denn durch ihr ehreamtliches Engagement leben unsere beiden Ortschaften.“

„An erster Stelle steht, dass die Menschen so bleiben, wie sie sind“, sagt Bad Münders Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah. „Die Menschen sind einzigartig. Ich schätze ihre ungeheure Bereitschaft, sich trotz schwieriger Bedingungen – sei es wirtschaftlich oder gesundheitlich – ehrenamtlich einzusetzen.“ Auch wünscht sich Joumaah, dass Familien im Ort bleiben und neue dazukommen. „Und es wäre schön, den einen oder anderen Arbeitgeber in Bad Münder zu begrüßen“, sagt sie. „Am wichtigsten ist aber, dass die insgesamt friedvolle Stimmung so bleibt.“

Mehr gemeinsame Aktionen stehen auf dem Wunschzettel von Gerd Ahrens, Ortsbürgermeister von Nettelrede-Luttringhausen. „Es soll nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen“, bittet er. „Man muss gemeinschaftlich dafür sorgen, dass Dinge angeschoben werden.“ Ahrens fügt hinzu: „Passieren muss etwas mit unseren Straßen, die meisten sind in einem schlechten Zustand. Alles wird man 2012 nicht schaffen, aber man muss mal irgendwo anfangen – in kleinen Schritten.“

Fragt man Ortsbürgermeister Rolf Wittich nach seinen Wünschen für Bakede-Böbber-Egestorf, zögert er zunächst. „Das ist schwierig im Rahmen des Zukunftsvertrags“, weiß der Politiker. „Aber es gibt vieles, das man, ohne Geld in die Hand zu nehmen, verwirklichen kann.“ Das Wichtigste sei, die Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten oder möglichst noch zu verbessern. Am Herzen liegen Wittich die Vermarktung des Baugebiets „Kranzberg“ sowie der Zusammenhalt seiner Dörfer.



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