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Zusätzliche Schallmessungen im Windpark bei Hachmühlen

BAD MÜNDER/COPPENBRÜGGE. Im Windpark Coppenbrügge wird es zusätzliche Lärm-Messungen geben. Damit reagiert der Betreiber auf die Wünsche aus den Bürgerversammlungen in Bäntorf und Brünnighausen. Anwohner hatten zusätzliche Messpunkte eingefordert.

Im Coppenbrügger Zukunftsareal für Windkraft stehen bereits Windräder. Foto: dana

Bei den Versammlungen waren betroffene Bürger der Windenergieanlagen zu Wort gekommen. Laut den Plänen soll nun auch in Herkensen und Hohnsen eine Schallnachmessung erfolgen. Für die Orte Bäntorf und Brünnighausen werden neben den bereits vorgestellten Immissionsorten weitere Punkte in die Messungen aufgenommen.

Entsprechend der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) sind die Immissionsmessungen bei Mitwind durchzuführen – die Messpunkte müssen also in Windrichtung liegen. Damit die gemessenen Werte aussagekräftig sind und vor Gericht Bestand haben, müssen norm- und richtlinienkonforme Messungen durchgeführt werden – deswegen sind bestimmte Windrichtungen bei der Messung ebenfalls notwendig. Es ist demnach zu erwarten, dass die Lärm-Messungen zu verschiedenen Zeiten durchgeführt werden, um unterschiedliche Windrichtungen in die Messungen mit aufzunehmen.
An manchen Immissionsorten in Bäntorf und Hohnsen kann eine belastbare und damit rechtsgültige Messung aufgrund der örtlichen Verhältnisse allerdings nicht durchgeführt werden, erklärt der Landkreis. Daher werde hier ein Gutachter zum Zeitpunkt der Messung an anderen Orten eine Beurteilung aufgrund des subjektiven Höreindrucks durchführen. „Die Betreiber des Windparks haben dem Messplan zugestimmt und sind damit dem Bürgerwunsch nachgekommen“, betont Karl Holweg vom Umweltamt des Landkreises Hameln-Pyrmont. Interessierte Bürger können dort auch den überarbeiteten Messplan zu dem Windpark an der Grenze zum münderschen Stadtgebiet einsehen.

Die Beurteilung der Vermessungsergebnisse erfolgt nach der Lärmschutz-Anleitung. Die ermittelten Immissionen stellen die akustische Belastung an den Immissionsorten während des Betriebs der Windenergieanlagen (WEA) dar. Ausgehend von den WEA geht die TA Lärm von einem zu vermessenden Windgeschwindigkeitsbereich von 6 bis 10 Metern pro Sekunde aus – was laut Skala frischem bis mäßigem Wind entspricht. Der Messtermin wird in Abhängigkeit von der Witterung, der Vegetation sowie in Abstimmung mit dem Windparkbetreiber durchgeführt. Da verlässliche Wetterprognosen laut Landkreis maximal sieben Tage im Voraus getroffen werden können, gibt es bisher keinen fixen Termin für die Immissionsmessungen. Die Ergebnisse der Messung wird der Landkreis veröffentlichen.

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