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Cammeruner Wandergeselle Jens-Ole Remmers zurück von der Walz

Zurück in "schietendicker" Heimat

Cammer (mig). Vor drei Jahren und einem Tag ist er weggegangen - jetzt ist Jens-Ole Remmers wieder da. Als Mitglied der Freien Vogtländer hat der Wandergeselle Kreta, Italien und die Schweiz kennengelernt und sogar an einem Segelschiff in Südfrankreich mitgearbeitet.

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Begrüßt wurde Remmers nicht nur von seinen Eltern, sondern auch von der Cammer Dorfjugend, die sich am Ortseingang traf. Ebenfalls mit dabei: Wilhelm Schmidt, bei dem Remmers seine Ausbildung als Bautischler gemacht hatte. "Ich hatte in den ganzen 50 Jahren, in denen ich ausbilde, noch keinen, der auf die Walz gegangen ist", freute er sich. Während in Frankreich die Walz einen ganz anderen Stellenwert hat, sind in Deutschland derzeit nur 700 Gesellen unterwegs. Als er vor drei Jahren losgegangen ist, durfte sich Jens-Ole Remmers nicht mehr umdrehen, außerdem wurde eine 50-Kilometer-Bannmeile um seinen Heimatort gezogen. "Ich habe meine Eltern in der Zeit nur drei Mal gesehen." Auf seinem Weg zurück ins "bürgerliche Leben" - und zu einem Studienplatz als Bildhauer - wurde der "Wandervogel" von Kameraden aus dem Schacht Freie Vogtländer begleitet. Nachdem die Gruppe die "schietendicke" (tolle) Heimat besungen hatte, erkletterte der 27-Jährige das Ortsschild und lud zu einem Umtrunk ins heimische Festzelt.



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