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Zur Sache

"Neonazis sehen im Wincklerbad die Chance, ihre Geschichtsfälschung fortzuführen", sagte Journalist Andreas Kuhnt am Sonnabend beim Kulturfest "Bad Nenndorf ist bunt" und plädierte dafür, die Wahrheit offensiv zu vertreten. Zwar habe es dieses Lager der Besatzungsmacht gegeben, ebenso wie die kritisierten inhumanen Verhörmethoden. Allerdings sei dies von britischen Behörden niemals geleugnet und schon gar nicht von Neonazis aufgedeckt worden.

Im Gegenteil: In England sei das Thema sogar im Parlament debattiert worden, erklärte der ehemalige GBN-Schüler und appellierte: "Wir müssen uns wehren und der Diskussion stellen - auch wenn das unangenehm werden kann." Die Lügen der Neonazis forderten Antworten der Zivilgesellschaft. "Geschichtsfälschung gelingt nur, wenn die Anderen nicht Bescheid wissen", sagte der zweite stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Friedrich Varwig und bat alle Nenndorfer, sich an der Gegenveranstaltung am 1. August zu beteiligen. Dass sich beim Kurparklauf Nazis als Läufer "verkleiden" würden, damit sei nicht zu rechnen gewesen, betonte er. "Wir alle müssen uns erst daran gewöhnen, dass Nazis im Schafspelz auftauchen." Fünf Teilnehmer einer "freien Kameradschaft" hätten die Veranstaltung als "Reklamelauf" für ihre "Ehrenwache" am Wincklerbad missbraucht, erklärte DGB-Regionssekretär Steffen Holz. "Seit zwei Jahren versuchen Neonazis, Bad Nenndorf zu einer Art ,Walhalla' zu machen", mahnte er zum aktiven Widerstand: "Bad Nenndorf muss aufstehen." Angesichts steigender Zahlen rechtsextremistischer Gewalttaten motivierte Bundestagsabgeordneter Sebastian Edathy besonders junge Bürger, niemals in ihrem Engagement gegen Rechts nachzulassen. "Demokratie muss immer wieder neu erlernt und verteidigt werden", so Edathy. tes "Bad Nenndorf muss aufstehen"



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