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Kindertagesstätte Eisbergen ausgezeichnet / Eine Gruppe wird geschlossen

Zur Belohnung fürs tägliche Singen gibt's vom Verband die "Felix"-Plakette

Eisbergen (who). Die AWO-Kindertagesstätte am Bruchhof hat kürzlich ihr Frühlingsfest gefeiert. Dass es noch einen weiteren Grund zum Feiern gab, hat daran gelegen, dass der Deutsche Chorverband dem Eisberger Kindergarten den "Felix" verliehen hat.

"Der Felix ist eine Auszeichnung für Kindergärten, in denen das tägliche Singen gepflegt wird und zum pädagogischen Konzept gehört", erklärt Anke Brandt-Könemann. Die Leiterin und ihre zwölf Mitarbeiterinnen hätten sich bei der Zentrale des Deutschen Chorverbandes in Berlin um den Felix beworben, "nachdem wir festgestellt hatten, wie viel bei uns doch gesungen wird", erklärt die Kindergarten-Leiterin. Annegret Rathert-Habbe aus Hille ist die Jugendreferentin des Sängerkreises Nordost-Westfalen und hatte sich im Vorfeld der Bewerbung persönlich von der Singfreudigkeit der Eisberger Kinder überzeugt. Zusammen mit Reinhard Neumann aus Minden als Kreis-Chorleiter des Sängerkreises überreichte sie zum Frühlingsfest den Felix. Annegret Rathert-Habbe erläuterte: Die Plakette mit dem stilisierten singenden Vogel ist ein Gütesiegel für ein Projekt des Deutschen Chorverbandes und der Deutschen Chorjugend. Er wird Kindertagesstätten verliehen, die in besonderem Maße und täglich die musikalische Entwicklung von Drei- bis Sechsjährigen fördern. Der Bewertungsschwerpunkt liegt dabei auf dem kindgerechten Singen. Die Auszeichnung, die mit einer Urkunde und einer Plakette zur Anbringung am Gebäude verbunden ist, gilt für drei Jahre und muss danach erneut erworben werden. "Wir singen tatsächlich jeden Tag und das Singen ist fest in unserer täglichen Arbeit verankert", erklärt Anke Brandt-Könemann. Für die Eisberger Tagesstätte, die wie alle AWO-Einrichtungen zertifiziert sei, gehöre das Singen zum umfassenden Konzept, das mit attraktiven Angeboten allen Anforderungen der Eltern für ihre Kinder versuche gerecht zu werden. "Unter anderem sind wir als integrative Einrichtung auch auf die Betreuung von behinderten Kindern eingestellt", betont sie. Trotz aller Attraktivität bleibt aber auch die Eisberger Kindertagesstätte nicht verschont von der demografischen Entwicklung mit ihren rückläufigen Geburtenzahlen. "Wir haben Platz für 95 Kinder und betreuen zurzeit 93 im Alter von zwei bis neun Jahren, aber zum 1. August werden wir eine ganze Gruppe schließen müssen", bedauert Anke Brandt-Könemann.




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