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Nach 21 Jahren: Rintelns BBS-Leiter Willi Enskonatus wird in den Ruhestand verabschiedet

"Zupackender Schulleiter mit Portion Skepsis"

Rinteln (mig). Abschied eines "Urgesteins": Nach 21 Jahren als Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln ist Willi Enskonatus jetzt mit großem Bahnhof in den Ruhestand verabschiedet worden. Enskonatus nahm seine Entlassungsurkunde aus den Händen des Leitenden Regierungsschuldirektors Klaus Ronsdorf entgegen, der den scheidenden Rektor für die "Entwicklung klarer Perspektiven und großes Engagement" würdigte. Im Rahmen seiner Laudatio trat Ronsdorf auch dem Gerücht entgegen, die Stelle des Leiters solle nicht wieder besetzt werden.

Großer Bahnhof: Regierungsschuldirektor Klaus Ronsdorf (l.) über

Zunächst erinnerte der Vertreter der Landesschulbehörde aber an die vielen Herausforderungen, die Enskonatus in seiner Amtszeit zu bewältigen hatte. "Die Neuorganisation in Rinteln erforderte starke Nerven. Sie haben für die BBS Rinteln viel getan, auch in der nicht ganz einfachen Zeit des Zusammenführens zweier so unterschiedlicher Schulen", machte Ronsdorf deutlich. Das klare Profil der BBS Rinteln sei ein Verdienst von Enskonatus, betonte er. "Am Ende der Ära Enskonatus hat die BBS eine klare Perspektive, sie verlassen ein bestelltes Haus." Auch Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier lobte den scheidenden Leiter für sein großes Engagement und die gute Zusammenarbeit. "Für Sie war der Beruf Rückgrat für das Leben, Sie haben vielen Schülern dieses Rückgrat eingezogen", würdigte Schöttelndreier den "Lehrer alter Schule". In einer launigen Rede ließ dann BBS-Koordinator Ullrich Grotewold die ersten Amtstage Enskonatus Revue passieren. "Aufgrund der weißen Tennissocken dachte ich, er sei ein freizeitorientierter Tennisspieler, den man in der Schule nicht oft sehen wird", meinte er. Dass diese erste Einschätzung völlig falsch war, merkte Grotewold, als "die Ablage plötzlich ein System bekam und auf den Standard moderner Verwaltungen gebracht wurde". Enskonatus habe aber auch an anderer Stelle Maßstäbe gesetzt - "ohne Willi hätte es die Informationstechnik an der BBS Rinteln erst später gegeben". Ebenfalls eine wichtige Entscheidung sei die Einführung neuer Ausbildungszweige gewesen, beispielsweise der Fluggerätemechanik. "Diese Ausbildung anzubieten, hat viel Mut erfordert und die Möglichkeit des Scheiterns beinhaltet", so Grotewold. Der "zupackende Schulleiter mit einer gehörigen Portion Skepsis" (Stellvertreter Wolfram Anser) wurde zum Schluss mit Geschenken belohnt: Die hauswirtschaftliche Abteilung versüßte den Weggang mit 13 Torten, von den Informationstechnikern gab es den kleinsten PC der Welt (einen Abakus). Der Nachfolger für Enskonatus, der krankheitsbedingt schon seit einigen Monaten fehlte, steht noch nicht fest. Seit Mai 2007 ist die Stelle des Leiters ausgeschrieben.



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