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Zum Saisonstart gleich ein Dreierpack

BAD MÜNDER. „Wir sind immer in Bewegung“, stellt Bürgermeister Hartmut Büttner bei der Begrüßung um kurz nach 11 Uhr fest. Ein Blick auf die Wiese vorm Kurmittelhaus bestätigt das. Überall herrscht Bewegung:

Beim Lachyoga mit Lena Hannemann (vorne) ist Lachen auch Bewegung. FOTO: HUPPERT

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Christoph Huppert Reporter

Auf der Hüpfburg, auf der blauen Rollbahn, die der SC-Lauftreff aufgebaut hat, an einem riesigen luftgefüllten Kletterpfeiler. „Genau genommen sind es vier statt nur drei Veranstaltungen in einer“, sagt Lena Hannemann – und lacht schallend. „Heute ist nämlich Weltlachtag“, erklärt die Profi-Lacherin. Ihr Ziel: Bad Münder zum Lachen zu bringen. Kurz nachdem der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr verstummt und die Begrüßung mit Thomas Slappa von der GeTour und Tobias Bansen von der KKH absolviert, lädt Lena Hannemann zu Lachyoga ein. „Lachen muss man ernst nehmen“ meint sie, und startet gleich ein paar Übungen zum Warmlachen. „Wir lachen für Gesundheit und Weltfrieden.“ Erst zögerlich, dann immer heftiger, weht das Lachen durch den Kurpark.

Es dringt selbst bis in die mit Besuchern gut gefüllte Wandelhalle des Kurmittelhauses, wo zahlreiche Info-Stände aufgebaut sind: Annedore Rothermunds Rheuma-Liga, der Senioren- und Pflegstützpunkt Niedersachsen oder die örtliche Selbsthilfegruppe Schlafapnoe.

Initiiert hatte das Programm zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung seinerzeit der ehemalige GeTour-Geschäftsführer Thomas Heiming. Auch er ist aus Berlin an den Deister gekommen. „Ich bin sehr zufrieden, dass es weitergeht“, kommentiert er die vielfältigen Aktivitäten. Die sind in drei altersgerechten Arbeitsgruppen gebündelt: Gesund aufwachsen in Bad Münder, gesund arbeiten und gesund im Alter.

Während draußen vor der Kurmuschel die Münderaner lachen, was das Zeug hält, zeigen Mitglieder des Lauftreffs des SC, wie man richtig läuft. „Eigentlich nicht schwer“, sagt Lauftreff-Chef Jürgen Keller, „aber man muss auf einiges achten um Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden.“ Erstmals dabei ist auch die Crew vom Bürgerbus-Verein. „Auch die bewegen ja Bad Münder“, sagt Vereinsmitglied Hartmut Büttner. Und machen die Stadt satt: „Wir haben 380 Würstchen, 150 Nackensteaks und 95 mal Grillkäse geordert“, berichtet der neue erste Vorsitzende, Jan Lababidi.

Punkt 14 Uhr dann einer der Höhepunkte der großen Kombi-Veranstaltung. Tobias Sudhoff und Gideon Homann aus Hannover versuchen, die Münderaner zum Rudelsingen zu bewegen. Für den quirligen Sudhoff mit der markanten Sturmfrisur ist das kein Problem. Seinem Temperament kann sich keiner entziehen. Selbst gestandene Münderaner Männer lassen sich mitreißen. „Die Frauen sowieso“, schmunzelt Sudhoff. So wie die beiden Rudelsing-Fans Renate Mandela und Kathrin Tiele: „Wir sind extra deshalb hierher gekommen.“ Sudhof stellt derweil klar: „Mit Karaoke hat das bitte gar nichts zu tun. Wir sind Musiker und machen keinen zum Affen. Musik hat eine befreiende Wirkung, nimmt den Menschen die Angst und Scheu.“ Dann gibt es Paul Kuhns „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ oder den Evergreen von der „Country Road“. Bad Münder singt. Die fünfjährige Luna aus Aplern stört das nicht. Sie verputzt mit ihrem Vater Daniel eine von Jan Lababidis Bratwürsten. „Schön hier“, sagt der 43-jährige, der mit seiner Familie zum Deistertag nach Bad Münder gekommen ist. „Vielleicht fahren wir nachher auf dem Rückweg noch mal beim Nordmannturm vorbei.“

Mehr Fotos gibt es in der NDZ-Bildergalerie.

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