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CDU eröffnete in Buchhagen mit dem Niedersachsenlied die heiße Schlussphase ihres Bundestagswahlkampfes im Weserbergland

Zum Auftakt übernahm Hans Peter Thul den Dirigentenstab

Buchhagen (joa). Im roten Jackett eilt Hans Peter Thul ans Dirigentenpult auf der Bühne des Ausflugsgasthauses Mittendorf, um dem ebenfalls rot gewandeten Hessisch Oldendorfer Musikkorps den Takt zu geben: Unter Stabführung des CDU-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 47 eröffnen die Kreisverbände Hameln-Pyrmont, Holzminden und Northeim mit dem Niedersachsenlied ihre heiße Phase des Bundestagswahlkampfes. 17 Tage vor der Wahl demonstriert der 61-jährige Großenwiedener, seit November 2006 Mitglied des Bundestages, bester Laune: Nach dem lauthals vorgesungenen Niedersachsenlied intoniert er gleich noch ein „Happy Birthday“ für ein Geburtstagskind im rund 200-köpfigen Auditorium.

Doch dann geht es, jetzt wieder im schnell übergestreiften schwarzen Jackett, zum politischen Teil über – in Rot will er jetzt nicht auftreten. Und dann erinnert Thul an christdemokratische Erfolge in 60 Jahren Bundesrepublik: An Adenauers Orientierung Richtung Westen, an Erhards Wirtschaftswunder, Kiesingers Krisenmanagement und Kohls Wiedervereinigung.

Danach Thuls Ausblick: „2009 soll nicht das Jahr der Krise, sondern des neuen Anfangs werden!“ Und das mit sozialer und nicht mit sozialistischer Marktwirtschaft. Und mit Mindestlöhnen, die nicht politisch verordnet, sondern unter den Sozialpartnern ausgehandelt werden. Mit einem starken Mittelstand, dem Hemmnisse aus dem Weg geräumt werden, damit er nicht „ins Ausland abwandert“.

„Auf keinen Fall darf der Industriestandort Deutschland Ideologien geopfert werden“, so Thul. Das heißt für den Christdemokraten: Noch eine Zeit lang mit dem KKW leben, das duale Ausbildungssystem stärken, mit der FDP koalieren und das linke Bündnis im Auge zu behalten.

St. Kampeter

Nach Bouletten und Blasmusik dann der Höhepunkt des Abends: Steffen Kampeter, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, appelliert an die Parteifreunde, „den Schlussspurt des Wahlkampfes ernst zu nehmen“ und sinniert über „Wege aus der Krise“. Und letztere sieht er in der „Rückkehr auf den Pfad stabiler Finanzen“, dem Ziehen der Schuldenbremse. Kein Patentrezept kann er für die Schaffung von Wachstum anbieten. Doch hier hofft Kampeter auf mittelständische Unternehmer und deren Vermarktung neuer Technologien. Auf Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, Zeitarbeit und neue Kredite für den Mittelstand. Überlegungen zum Mindestlohn kommentiert das Mitglied des Haushaltsausschusses mit dem Satz: „Wir müssen den Arbeitsmarkt offen lassen, und nicht reglementieren“, und sieht hierfür ebenso wie sein Vorredner Thul mit der FDP „die größte Schnittmenge“.




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