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Nachbarn sorgen sich um 55-Jährigen – und die Polizei findet ihn hilflos in der Wohnung

Zufälliger Drogenfund bei Hilfseinsatz

Bad Münder. Weil sich ein Nachbar Sorgen gemacht hatte, entdeckte die Polizei jetzt in einer Wohnung in der Nähe der Süntelstraße eine kleine Cannabisplantage.

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Der Mieter der Wohnung, ein 55-Jähriger, hatte spät am Abend laute Musik gehört – so laut, dass sich Nachbarn gestört fühlten. Als die Musik jedoch erstarb und stattdessen das anhaltende Rauschen laufenden Wassers zu hören war, schlug der Ärger in Sorge um, ein 31-jähriger Nachbar alarmierte nach erfolglosem Klopfen und Rufen die Polizei. Die Beamten verschafften sich Zugang zur Wohnung, entdeckten dort den 55-Jährigen „in hilfloser Lage“, wie Kriminalermittlungsleiter Jürgen Keller vom münderschen Kommissariat berichtet.

Die Polizisten alarmierten den Rettungsdienst, der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert – und die Polizisten sahen sich genauer an, woran sie im Flur der Wohnung vorbeigelaufen waren: 17 Cannabispflanzen wurden dort gepflegt, weitere Cannabisprodukte wie Öl und Blüten wurden gefunden, außerdem fünf Gramm Marihuana. „Der Fund wurde ebenso sichergestellt wie Medikamente und eine Beleuchtungseinrichtung zur Aufzucht der Pflanzen“, erklärt Keller. Die Polizei geht davon aus, dass der 55-Jährige die Drogen zum Eigenbedarf anbaute. Bereits vor einigen Jahren seien bei ihm Pflanzen entdeckt und sichergestellt worden. „Der Fund wird ein Verfahren nach sich ziehen“, sagt Keller.

Um den illegalen Anbau von Cannabis in weit größerem Umfang geht es in einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Hameln am Montag. Zwei Münderaner werden beschuldigt, in einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße Drogen angebaut zu haben– in der professionell betriebenen Indoor-Cannabisplantage stellte die Polizei 987 Pflanzen sicher. jhr



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