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Zuckerrübenernte später gestartet

Bad Münder. Man erwischt Wilhelm Heine eigentlich nur zur Mittagszeit zu Hause. Ansonsten ist der Bezirkslandwirt aus Hachmühlen auf seinem Trecker unterwegs – die Zuckerrübenernte läuft. Eigentlich hätte die Ernte schon zwei Wochen früher beginnen sollen. „Wir starten in diesem Jahr später mit der Ernte“, erklärt Heine.

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Grund ist die geringere Ertragserwartung, weil die Rüben ihren Wachstumsrückstand aufgrund der späten Aussaat und der von Kälte und Nässe geprägten Entwicklung im Frühjahr nicht aufholen konnten, erklärt Heine. Neben dem langen Winter sei der Sommer extrem trocken gewesen – schlechte Bedingungen für die Zuckerrübe.

Nachdem im Mai und Juni nahezu flächendeckend wassergesättigte Böden die Rübenentwicklung bremsten, herrschte im August in weiten Teilen des Verbandsgebietes eine ausgeprägte Trockenheit. „Man hat schnell sehen können, dass unter zahlreichen Rübenschlägen die Wasserreserven erschöpft waren“, sagt auch Dirk Wollenweber, Geschäftsführer des Zuckerrüben-Anbauerverbandes Südniedersachsen. Der Regen im September habe dann nur noch im geringen Maße einen Ausgleich schaffen können, bewertet der Geschäftsführer die Lage. Der in den Proberodungen ermittelte Betrag ist unterdurchschnittlich, so Wollenweber: „Die Flächen sind in unserem Verbandsgebiet sehr unterschiedlich betroffen. Jeder Bodenunterschied ist sichtbar. Wir erwarten Durchschnittserträge von etwas mehr als 60 Tonnen Rüben je Hektar. Damit liegen wir fünf bis zehn Prozent unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.“

Das zuletzt gute Wetter könnte für den Zuckergehalt aber noch vorteilhaft sein. „Wir können uns bisher nicht beklagen, die Erträge wachsen langsam nach und der Zuckergehalt ist sehr gut“, sagt Heine.col

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