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Die 2000 Hennen von Andreas Seifert produzieren täglich 12 000 Eier / "Jetzt ist vor allem weiß gefragt"

"Zu Ostern legen die Hühner nicht mehr Eier"

Rehren (la). "Nein, in der Osterzeit legen die Hühner natürlich nicht mehr Eier als sonst", sagt Andreas Seifert mit einem Lächeln im Gesicht. Gemeinsam mit Horst Rekate hält er knapp 2000 Legehennen, die zusammen durchschnittlich 12 000 Eier pro Tag "produzieren". Um die Kunden während der Osterzeit mit ausreichend Eiern versorgen zu können, hat Andreas Seifert allerdings die "alten" Hühner noch vor dem Schlachter verschont. "Die werden erst nach Ostern geschlachtet, untersucht, verpackt und verkauft", erläutert der Eier-Händler. Die "alten" Hühner sind nur zwei Jahre alt.

Rund 2000 Legehennen hat Andreas Seifert, hinzu kommen 35 "Itali

Dem Wunsch ihrer Kunden nach weißen Eiern können Seifert und Rekate allerdings nur beschränkt entsprechen. "Das ganze Jahr über wollen die Kunden braune Eier, nur zu Ostern sind weiße gefragt, weil sich die besser färben lassen", erläutert Seifert. Allerdings würden seine Legehennen, die Art heißt "Lohmanns Tradition", nur braune Eier legen. "Weiße Eier haben wir einige von meinen 35 Italienern", so Seifert. Der Hühnerkenner erläutert auch, woran man erkennen kann, welche Eier die Tiere legen. "Hühner, die weiße Ohrscheiben haben, legen weiße Eier. Die braunen Eier kommen von Hühnern mit roten Ohrscheiben." Die knapp 2000 Legehennen haben es bei Andreas Seifert und Horst Rekate richtig gut. "Man kann bei unserer Haltung zwar nicht von einer Bio-Haltung reden, sondern eher von einer Massentierhaltung im kleinsten Stil. Wir bezeichnen es als eine alternative Tierhaltungsform", erläutert Seifert. Je 650 Legehennen leben in einem der drei Ställe. "Eigentlich dürften wir bei der Stallgröße 840 Tiere halten", so Seifert. Die Hühner haben viel Bewegungsfreiheit. Sie können klettern und fliegen und werden nur mit bestem Futter versorgt. Auf drei Ebenen wird ihnen ständig frisches Wasser angeboten und auf zwei Ebenen können sie fressen. Außerdem verbleibt ihnen viel Platz zum Scharren. In dem Hühnerstall läuft fast alles automatisch. Das Wasser wird ständig frisch nachgefüllt, alle 90 Minuten gibt es Futter und auch der Boden, bestehend aus Förderbändern, wird automatisch gereinigt. Die Legehennen haben einen Zwölf-Stunden-Arbeitstag. Sie fressen und legen zwölf Stunden lang. Dann wird das Licht im Stall automatisch langsam gedämmt, bis es völlig dunkel ist. Dann sitzen die Hühner alle auf der Stange. "Unsere Hühner legen gut und vor allem legen sie ihre Eier fast alle in die Nester", erläutert Seifert. So seien die Eier immer sauber. Auch das Absuchen der Nester läuft automatisch. Die Eier werden dann nach Größen sortiert und auf die Paletten gepackt. Verkauft werden die frischen Eier im Hofladen Seifert an der Auestraße in Rehren und in den Schlachtereien Seifert in Steinbergen und Stadthagen. Außerdem gehören einige Hotels und Gaststätten zu den Kunden. Die "Lohmanns Tradition" wird von Seifert und Rekate nicht selbst gezüchtet. Wenn die "alten" Hühner geschlachtet sind, kaufen die Eierhändler 16 Wochen alte Küken ein. "Wir haben uns für die ,Lohmanns Tradition' entschieden, weil diese Tiere am besten für unser System der Volierenhaltung geeignet sind", erläutert Seifert. Einige Arten seien noch zu sehr fürdie Käfighaltung gezüchtet und könnten mit der gebotenen "Freiheit" nichts anfangen. "Die Hühner müssen sich umgewöhnen. Sie müssen wieder lernen zu fliegen und zu scharren", so Seifert. Aber nicht nur die Hühner haben es auf dem Hof von Andreas Seifert in Rehren gut. Der Tierfreund züchtet außerdem Gänse und eben seine "Italiener". Und vor einigen Jahren bekam er von Freunden zum Geburtstag zwei Kamerunschafe geschenkt. "Das werden jedes Jahr mehr", stellt Seifert fest. Die genaue Zahl seiner Tiere wollte er nicht nennen, aber es seien schon einige. "Die fressen unsere Wiesen ab und lassen es sich einfach nur gut gehen. Trennen kann ich mich von keinem meiner Tiere - und wo das noch hinführen soll, das weiß ich selber auch nicht..."

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