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Das "Herz" auf dem Kirchplatz nervt Autofahrer / Holzwerke faulen / Kommt die "Taube" auf den Friedhof?

Zu groß, zu alt: Wohin bloß mit der ganzen Kunst...

Obernkirchen (rnk). In seiner Symbolträchtigkeit steht es am richtigen Platz: Vor dem Standesamt hat die Stadt die beim letzten Symposium von Emil Adamec geschaffene Skulptur aufgestellt - wo sie gerne als hoffnungstragendes Fotomotiv nach den Trauungen genutzt wird. Und obwohl das "Herz" schon wegen seiner Größe kaum zu übersehen ist, wird es des öfteren von Autofahrern angefahren - die abgebrochenen Kanten legen ein beredtes Zeugnis ab. Jetzt wird ein neuer Platz gesucht.

Nicht anbuffen: Das Herz auf dem Kirchplatz ist für Autofahrer e

Mit dem Suchen und Finden wurde auf der Jahreshauptversammlung des "Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposiums" (IOBS) eine Arbeitsgruppe um Thomas Stübke und Rolf-Bernd de Groot beauftragt. Maßgabe ist dabei, einen zentralen Platz vorzuschlagen, an dem das Werk gut wirkt, seine Botschaft vom ?Herzen' der Stadt verkündet und in den Proportionen zu dem Standort passt. Es ist nicht das einzige Skulpturen-Problem, das sich ein Jahr nach dem siebten Symposium dem Betreiberverein stellt. So hat der Zahn der Zeit sichtlich an zwei Werken genagt, die beim ersten und zweiten Symposium geschaffen wurden - sie sind beide aus Holz. Und sie verfaulen langsam, aber sicher. Am Glasbläser" auf dem Kirchplatz ist dies schon mit bloßem Auge erkennbar. Eine weitere Holz-Skulptur lagert im Bauhof. Selbst wenn die Künstler ihre Zustimmung geben würden, halten es die IOBS-Mitglieder für keine gute Idee, einfach die verfaulten Stellen abzusägen, beide Kunstwerke also um, sagen wir, 30 bis 40 Zentimeter kürzer zu machen. Schließlich haben sich die Künstler bei ihren Proportionen durchaus etwas gedacht. Favorisiert wurde folgende Idee: Die Kunstwerke werden in die Natur entlassen, sie werden oberhalb des Freibades im Tal auf grüner Wiese einfach sich selbst überlassen - die Kunst ist zuweilen eben vergänglich wie das Leben selbst. Deutlich robuster dürfte dagegen das Fenster sein, das Ursula Beiler 2003 schuf. Auch dafür soll ein neuer Platz gesucht werden. Ein möglicher Standort wäre am Golfplatz, wo der Betrachter dann möglicherweise die beiden Türme der Stiftskirche und den davor stehenden Turm der katholische Kirche durch das Kunst-Fenster betrachten könnte. Umziehen wird auch die stilisierte Taube, die der Mexikaner Horacio Castrejón vor vier Jahren auf dem Kirchplatz geschaffen hat. Sie könnte auf dem Friedhof aufgestellt werden und dort einen Platz zum Trauern markieren. Zurückkommen wird das "Kleid" von Christoph Schindler. Es soll auf dem Kirchplatz einen Platz finden. Passt doch: Schließlich wird das Kleid gern auchals "Engel ohne Kopf" bezeichnet.

Fault: Der Glasbläser.
  • Fault: Der Glasbläser.
Das Mini-Fenster von Ursula Beiler: Das Original wird umgesetzt.
  • Das Mini-Fenster von Ursula Beiler: Das Original wird umgesetzt.
Christoph Schindler arbeitet am Kleid, das zurückkehrt.
  • Christoph Schindler arbeitet am Kleid, das zurückkehrt.


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