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CDU und Grüne im Lindhorster Gemeinderat sehen keinen Bedarf für Umbau

ZOB: Thema „aus der Schublade“?

Lindhorst. Die übrigen Fraktionen im Lindhorster Rat sehen im Gegensatz zur SPD keinen großen Bedarf für einen Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) an der Glück-Auf-Straße. Die SPD geht jetzt mit dem Thema an die Öffentlichkeit und will mit den Einwohnern in einen „Bürgerdialog“ darüber treten (wir berichteten). Die Verwaltung hält sich in dieser Frage bewusst zurück.

„Im Moment sehe ich den Bedarf nicht“, sagt Lindhorsts Gemeindedirektor Jens Schwedhelm, der ansonsten keine Stellungnahme abgeben möchte. Er sei aber zu dem Bürgerdialog als Zuhörer eingeladen und werde bei Sachfragen auch Rede und Antwort stehen. Ansonsten sei dies „eine politische Diskussion“, an der sich die Verwaltung nicht beteilige, solange das Thema nicht in den Ratsgremien relevant werde.

„Wir sehen keinen Bedarf“, sagt auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Richter. „Vielleicht kann man sich ja erst mal die Fahrpläne angucken“, bevor man über derartige Investitionen nachdenke. In der Mittagszeit und morgens gebe es vielleicht kurzzeitig viel Betrieb, gibt Richter zu. Der Linienbus kollidiert seiner Meinung nach aber nicht mit dem Schülerverkehr, weil er bereits acht Minuten früher an der Haltestelle vor der Schule abfahre. Und falls es für die Schulbusse zu eng werde, könne eine Änderung der Abfahrtszeiten vielleicht abhelfen.

Matthias Hinse, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Rat, wundert sich darüber, dass die SPD dieses Thema überhaupt wieder „aus der Schublade geholt“ hat. „Darüber redet inzwischen keiner mehr“, hält Hinse die Angelegenheit innerhalb der Bevölkerung für weitgehend erledigt. Der Grünen-Ratsherr würde sich viel lieber interfraktionell zusammensetzen und Konzepte für Lindhorsts Zukunft entwickeln. „Wir müssen darüber reden, wo wir in den nächsten fünf Jahren hinwollen und was wir umsetzen“, sagt Hinse, der sich durchaus vorstellen kann, dass die SPD schon in den Vorwahlkampf eintritt und deswegen auf Themensuche ist.

Wie die beiden Fraktionssprecher und die Verwaltung in Erinnerung rufen, liege ein Plan zum Umbau vor, der auch nicht ohne Tücken sei. Dieser wurde bei den Beratungen zum Marktplatzumbau erstellt. In der Version müssten die Schulkinder teilweise die Straße überqueren, um zur Haltestelle zu gelangen. Das überzeugt weder den CDU- noch den Grünen-Sprecher und auch die Verwaltung hält das für fragwürdig.

Richter sieht noch eine Alternative, falls bauliche Veränderungen notwendig würden. Dann könne die Zahl der Parkplätze dort reduziert und eine Ausweichspur angelegt werden. Er will am Bürgerdialog teilnehmen und dort seine Meinung vertreten. bab



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