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Kranzniederlegung am Gedenkstein für die ehemaligen jüdischen Bürger / Bürgermeister mahnt

Zivilcourage gegen Rassismus und Verfolgung

Bückeburg (rc). Bei der Kranzniederlegung am Gedenkstein hinter dem Stadthaus zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürger der Stadt und der Reichpogromnacht hat Bürgermeister Reiner Brombach zu mehr Zivilcourage aufgerufen.

Es sei inzwischen 69 Jahre her, dass durch das Treiben des Nazi-Regimes Leidüber die Bevölkerung und angesehene Bürger gebracht worden ist. Die Reichspogromnacht sei Vorbote der Verfolgung gewesen, die später in der Ermordung von Millionen Menschen in den Konzentrationslagern endete. Heute zeigten sich in der Gesellschaft erneut Rassismus und Verfolgung Andersdenkenderund Andersaussehender. "Dem müssen wir mit Zivilcourage entgegentreten. Wehret den Anfängen, dass so etwas nie wieder passiert." Ein Beispiel für Zivilcourage trug Pfarrer Matthias Ziemens vor: ein Hoteldirektor, der eine Zimmerreservierung von NPD-Mitgliedern abgelehnt hatte. Schülerinnen der Geschichtswerkstatt der Herderschule verlasen die Namen der jüdischen Familien, die aus ihrer Heimat Bückeburg vertrieben wurden und später größtenteils in den KZ starben: insgesamt 71 Menschen. Umrahmt wurde die Kranzniederlegung vom Posaunenchor der Stadtkirche.




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