weather-image
Reservisten kämpfen um "Springer Wisent" / Erstmalig im Schaumburger Land

Ziel erfasst: Blindgänger erkennen und mit dem Sturmboot übersetzen

Bückeburg (sig). Zum ersten Male im Schaumburger Land hat das Landeskommando Niedersachsen der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Weserbergland des Reservistenverbandes einen sportlich-militärischen Wettbewerb ausgerichtet, zu dem zwölf Mannschaften anreisten. Sie kamen aus dem Bereich zwischen Bremen, Hamburg und Thüringen.

Mit einem Sturmboot der Obernkirchener Reservisten wird der Mitt

Die Anforderungen waren alles andere als gering und setzten körperliche Fitness, aber auch umfassendes militärisches Wissen voraus. Das vierköpfige Siegerteam wurde mit dem "Springer Wisent" belohnt. Das ist eine verkleinerte Holzskulptur des größten mitteleuropäischen Waldtiers, von dem es einige Exemplare im Springer Saupark gibt. Von 1976 bis 2007 wurde dieser Wettbewerb im Bereich Springe, Bad Münder und Coppenbrügge ausgerichtet. In diesem Jahr wechselte man erstmals in den Bückeburger Raum, weil er die bessere Infrastruktur bietet. Dazu gehören die Jägerkaserne, der Standortübungsplatz in Röcke und die Schießanlage der Bundeswehr in Cammer. Zur Durchführung der Wettkämpfe trugen 60 weitere Reservisten und Angehörige der DLRG aus Springe bei. Die Gesamtleitung hatte Oberstleutnant der Reserve Christian Günther. Für die Dienstaufsicht und Beobachtung waren der Inspizient für die Freiwillige Reservistenarbeit, Oberst Anton Söllner (Bonn), und der Stabsoffizier Major Matthias Himpler (Hannover) zuständig. Drei Aufgaben gab es in der Jägerkaserne. Zunächst mussten die Wettkämpfer auf dem Schießsimulator ihre Zielsicherheit beweisen und danach anhand von Lichtbildern Panzer und Luftfahrzeuge erkennen. Schließlich war ein sicherheitspolitischer Fragebogen auszufüllen. Er enthielt 22 Fragen zu militärischen Abkürzungen und wehrpolitischen Themen. Auf dem Röcker Übungsplatz bekamen die Reservistenteams einen simulierten Unfall zu sehen, bei dem sie die richtigen Entscheidungen treffen mussten. Es ging um die Bergung eines Verletzten aus einem Bundeswehrfahrzeug. Neben dem Zielwerfen mit Übungshandgranaten mussten Blindgänger-Attrappen erkannt werden, die sich im Gelände befanden. Danach galt es, eine Marschskizze anzufertigen und sich im Eiltempo zum Mittellandkanal zu begeben. Das schnellste Team schaffte es in einer halben Stunde. Bei Nordholz erwartete die Männer eine Überraschung. Sie sollten mit zwei Sturmbooten der Obernkirchener Reservistenkameradschaft den Kanalüberqueren. Auf einer selbst angefertigten Trage musste eine 80 Kilo schwere Menschenpuppe bis nach Cammer gebracht werden. Es folgten schießsportliche Anforderungen mit der Standardwaffe der Bundeswehr, dem Gewehr G 36, und mit der Pistole P8. Das technische Wissen wurde gefordert beim Zusammensetzen von Einzelteilen zu Handfeuerwaffen. Den Abschluss bildete die Kontrolle eines mit zwei Personen besetzten Fahrzeuges an einem Checkpoint. In der Jägerkaserne nahm dann der Vorsitzende der Kreisgruppe Weserbergland, Hauptfeldwebel d. R. Ernst Nitschke aus Emmerthal, die Siegerehrung vor. Die Wisent-Trophäe ging an die Mannschaft der 5. Kompanie des Panzerbataillons 393 aus Bad Salzungen bei Eisenach. Pokale erhielten die beiden nächsten Teams: die Reservisten-Arbeitsgemeinschaft "Wettkampf" aus Braunschweig und die Reservistenkameradschaft Allertal aus dem Raum Schwarmstedt.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt