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Jürgen Schmökel macht den Sozialdemokraten in der Samtgemeinde Hoffnung / Mitgliederzahlen sinken

Ziel der SPD: "Wir wollen die Mehrheit zurückholen"

Bad Eilsen (sig). Es lohnt sich nicht, um Dinge herumzureden, die anders gelaufen sind, als man sich das ursprünglich vorgestellt hatte. Der Vorsitzende des SPD-Samtgemeindeverbandes, Jürgen Schmökel, ging deshalb in seiner Nachbetrachtung zum vergangenen Jahr bei der Jahresversammlung im "Haus des Gastes" gleich zur Offensive über. "Vor zwei Jahren hatten wir noch einen Samtgemeinde-Bürgermeister Heinz Wischnat - ist nicht mehr; vor zwei Jahren hatten wir auch noch die Mehrheit im Rat - ist nicht mehr."

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Ein letztes Mal schilderte er die Situation um Heinz Wischnat, der nach der fehlgeschlagenen Kandidatur in Bückeburg auch nicht mehr für die Samtgemeinde ins Feuer geschickt werden sollte. "Da haben wir Rückgrat gezeigt", lautete Schmökels Schlussfolgerung. Dass es auch nicht immer hilft, wenn man als Partei die meisten Stimmen holt, war die zweite Erfahrung, die Eilsens Sozialdemokraten machen mussten. Durch die Gruppenbildung mit der FDP verfügt die bisherige Opposition jetzt über einen Platz mehr im Samtgemeinderat. Aber schließlich sei auch die Kommunalpolitik eine Gemeinschaftsaufgabe aller Ratsfraktionen zum Wohle der Bürger, nicht der Parteien, betonte Schmökel. "Aber wir sind nach wie vor gut aufgestellt und verlieren nicht aus den Augen, bei den nächsten Wahlen wieder die Mehrheit zurückzuerobern", lautete die Zielvorgabe des Vorsitzenden. Dazu müsse man sich aber nachhaltig um eine bessere Wahlbeteiligung bemühen. So ganz glücklich war Schmökel auch nicht darüber, dass man mit dem Antreten von drei Kandidaten aus dem Eilser Raum (Heinz Grabbe, Hannelore Stühm und Kai Alack) die Gefahr heraufbeschwor, keinen Sitz im Kreistag zu bekommen. Bei der nächsten Kreistagswahl werde jedoch Heinz Grabbe nicht mehr antreten.Dann müsse ein Sitz für Alack weitgehend sicher sein, folgerte Schmökel. Um eine andere, wenig erfreuliche Erkenntnis kam Schmökel auch nicht herum: Die Altersstruktur der Mitglieder gibt Anlass zu erheblicher Sorge. "Unsere Älteren sterben weg, und die Mitgliederzahl in den Ortsvereinen geht dramatisch zurück." Angesichts von nur noch 131 Mitgliedern im Samtgemeindeverband müsse man umgehend kräftig aufrüsten. Das vom Unterbezirk forcierte Vorhaben, Ortsvereine aufzulösen und im Samtgemeindeverband aufgehen zu lassen, wurde diesmal nicht weiter thematisiert. Was in Ahnsen und vielleicht auch in Buchholz auf Gegenliebe stößt, könnte in den anderen Orten weniger Erfolg versprechend sein. Im Ausblick auf das laufende Jahr verspricht sich die SPD ein gutes Echo auf den Plan, das Weinfest zusammen mit dem "Entenrennen" in den Kurpark zu verlegen. An diesem Tag (9. Juni) soll zudem ein großer Heißluftballon mit dem Gewinner des Vorjahres vom Park aus in die Lüfte steigen. Dass Heiner Bartling auch im heimischen Samtgemeindeverband uneingeschränkte Zustimmung für die angestrebte neue Landtagskandidatur findet, war zu erwarten. Verständnis bringt man auch für seinen Verzicht auf den Vorsitz im Unterbezirk auf. Er werde im Zuge des bevorstehenden Landtagswahlkampfes viel in ganz Niedersachsen unterwegs sein müssen und dann nicht die nötige Zeit für die Führungsarbeit im Unterbezirk haben, lautete sein Argument. Sollte die SPD trotz der derzeit schlechten Umfragewerte mit ihren Themen den gewünschten Zuspruch bei den Wählern finden und die Wende einleiten, möchte er wieder als Innenminister tätig sein, erklärte Bartling. Die beim Samtgemeindeverband notwendigen Vorstandswahlen waren ein Selbstläufer für Jürgen Schmökel. Ihm zur Seiten stehen als gleichberechtigte zweite Vorsitzende Kai Alack und Wilma Kolbe. Christel Horn kümmert sich um die Finanzen Die Aufgaben eines Schrift- und Pressewartes bleiben bei Harald Bokeloh.



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