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Stadt und Wirtschaftsvereinigung werben in Sachen Energieberatung für „kleine Lösung“

Ziel: Aufträge für das mündersche Handwerk

Bad Münder (st). Zum Wohle der Umwelt, der Hausbesitzer und nicht zuletzt der heimischen Handwerksbetriebe wollen Stadt und Wirtschaftsvereinigung eine kommunale Klimaberatung in Bad Münder initiieren, die mit schmalem Budget und ohne Hilfe einer großen Dachorganisation wie der Klimaschutzagentur Weserbergland auskommt. Im ersten Schritt zur Umsetzung haben jetzt Stadtentwickler, Klimaschutzberater und Bürgermeisterin Silvia Nieber mündersche Handwerker angeworben, die sich an der Umsetzung beteiligen wollen.

Bürgermeisterin Silvia Nieber.

Gut ein Dutzend Handwerker hatte denn auch den Weg in den Steinhof gefunden, um sich in mehreren Vorträgen die Vorzüge der münderschen Lösung näherbringen zu lassen. „Die Stadt strebt an, gemeinsam mit der Wirtschaftsvereinigung eine Klimaschutz- und Energieberatung für private Haushalte anzubieten. Gleichzeitig sollen heimische Handwerksbetriebe von den möglicherweise folgenden Investitionen profitieren können“, sagte Nieber.

Und so soll es funktionieren: Aufbauend auf Erfahrungen, die die Klimaschutzagentur der Region Hannover in den vergangenen Jahren gesammelt hat, sollen unabhängige Energiebrater interessierte Hausbesitzer über Möglichkeiten zur energetischen Sanierung informieren. Drei Bezirksschornsteinfeger aus der Region übernehmen diese Aufgabe.

Als Ergebnis erhalten die Hausbesitzer eine Energiecheckliste, auf der das weitere Vorgehen in Sachen energetischer Sanierung skizziert ist. Wichtig für die münderschen Handwerker: Der Checkbogen enthält auch eine Liste von Unternehmen, die entsprechende Arbeiten durchführen können. „Schließlich soll die Beratung ja auch Aufträge für unsere heimische Wirtschaft bringen“, erläutert Nieber.

70 Euro kostet solch eine Beratung – 35 zahlt die Stadt, die andere Hälfte der Hausbesitzer. „Da die Stadt rund 2000 Euro als Initialzündung beisteuern will, macht das in der ersten Runde rund 60 Beratungen“, sagt Nieber. Die Beratungen sollen immer in Kampagnen von nur wenigen Wochen durchgeführt werden. Anschließend hoffen die Organisatoren auf Aufträge für die Handwerker. Betriebe, die einen Auftrag erhalten, sollen dann die Kosten von 35 Euro für die Hausbesitzer übernehmen und weitere 35 Euro an die Stadt zahlen, die davon die nächste Kampagne finanzieren will.

Um als Handwerksbetrieb mit von der Partie zu sein, müssen sich die Unternehmen in eine Liste aufnehmen lassen. „Jeder Betrieb, der dort aufgeführt werden möchte, hat einen Verhaltens- und Klimaschutzkodex einzuhalten. Darüber schließt er eine Selbstverpflichtungserklärung mit der Stadt ab“, sagt Nieber. Einige Betriebe sind bereits im Boot, doch Harald Meyer-Achilles vom Referat für Stadtentwicklung hofft auf weitere Teilnehmer. „Es können auch Planer und Energieberater aufgenommen werden“, wirbt Meyer-Achilles ( 05042/943124).



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