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Zera ist Hoffnungsträgerin im Wisentgehege

ALVESRODE. Wisentkuh Zera ist im Wisentgehege angekommen. Die Zweijährige soll zukünftig in Springe für Nachwuchs sorgen. Zera stammt aus dem Wildpark Tambach in Oberfranken, der im direkten Tausch den Wisentbullen Spox aus Springe erhalten hat. Zera wurde unter anderem nach genetischen Gesichtspunkten ausgewählt.

Die Wisent-Hede im Wildpark bekommt Zuwachs. FOTO: HENNIG

„Sie gehört der seltensten Mutterlinie der gesamten Wisentzucht an und hat keine enge Verwandtschaft zu den anderen Herdenmitgliedern in Springe“, erläutert Wisentgehege-Chef Thomas Hennig.

„Das Kennenlernen war, wie nicht anders erwartet, freundlich“, berichtet Hennig von den ersten Sekunden mit der Neuen. Neugierig hat sich Zera sofort der Herde angeschlossen. Gegenseitiges Beschnuppern gehöre zur Begrüßung bei Wisenten. Freundlich aber bestimmt, hätten die älteren Kühe aber auch signalisiert, dass man sich als Neuling in der Herde hinten anstellen muss. „Eine Wisentherde hat eine Rangordnung, die immer von einer erfahrenen, älteren Kuh angeführt wird.“ Die vollständige Integration in die Herde werde ein paar Wochen dauern. Zera werde im nächsten Jahr geschlechtsreif sein und sich dann an der Erhaltung ihrer immer noch stark bedrohten Art beteiligen.

In der Springer Flachland-Kaukasus-Herde leben jetzt neben Zera vier erwachsene Kühe und der Zuchtbulle Eggeherrscher. Dazu kommt der Nachwuchs aus diesem und dem vergangenen Jahr. „In Springe geborene Wisente haben gute Chancen, ihr Leben in Freiheit zu verbringen“, sagt Hennig. Das Wisentgehege beteilige sich regelmäßig an Wiederansiedlungsprojekten. Spectra, Spilla und Spresa, der Nachwuchs dieser Herde aus 2017, soll im kommenden Jahr in den rumänischen Karparten ausgewildert werden. Ziel des Wisentgeheges und der Wisentschützer ist, dass künftig auch Nachwuchs von Zera den Weg zurück in die Natur findet. Aktuell gibt es 6500 Wisente auf der Welt, circa 4000 leben wieder frei.



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