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Stadt sucht noch Interviewer für Haushaltsbesuche / Ein Drittel der Bevölkerung wird direkt befragt

Zensus 2011: Ab Mai wird kräftig gezählt

Bad Münder (jhr). Wie hoch fallen finanzielle Zuweisungen aus? Wo werden in Zukunft Kita-Plätze gebraucht? Wie werden Wahlbezirke geschnitten? Antworten auf diese und andere Fragen soll eine Volkszählung liefern, der so genannte Zensus. Die letzte „Volldatenerhebung“ fand bereits im Jahr 1987 statt – und da auch nur in den alten Bundesländern. Der erste bundesweite Zensus steht in diesem Jahr an. Für die Erhebung der Daten werden in Bad Münder noch freiwillige Helfer gesucht.


„Für Bad Münder, wie für alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden im Landkreis, führt der Landkreis die Bevölkerungszählung durch“, erklärt Fachdienstleiter Tobias Pischel. Der Großteil der Daten soll aus kommunalen Melderegistern sowie Registern der Bundesagentur für Arbeit und öffentlicher Arbeitgeber erhoben werden. Abgefragt werden Aspekte wie Alter, Geschlecht und Familienstand genauso wie Staatsangehörigkeit, Geburtsland und Wohnsitz. Für die Ermittlung zusätzlicher Daten in Bad Münder werden freiwillige Interviewer, sogenannte Erhebungsbeauftragte, benötigt. Sie sollen die zu befragenden Haushalte aufsuchen und die Bewohner beim Ausfüllen der standardisierten Fragebögen unterstützen. „Die Interviewer sollen zuverlässige, verschwiegene, zeitlich flexible und volljährige Menschen sein“, erläutert Pischel die Anforderungen, die der Kreis an die Freiwilligen hat. Die müssen übrigens nicht gratis arbeiten: Für jede erfolgreiche Befragung gibt es 7,50 Euro, in Sonderbereichen werden die Ermittlungen sogar mit 15 Euro pro Fall vergütet.

Für die Befragungen ist der Zeitraum 9. Mai bis 31. Juli vorgesehen, bereits im Vorfeld werden die Interviewer in Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Interessierte können sich bei Ralph Kempe vom Fachdienst Ordnungswesen unter 05042/943168 melden.

Fest steht auch, dass nicht alle münderschen Haushalte befragt werden. Die „Haushaltsstichproben“ sollen Fehler der Melderegister-Eintragungen aufzeigen und Daten liefern, die nicht aus den Melderegistern abgeleitet werden können – beispielsweise zum Migrationshintergrund oder zur Religionszugehörigkeit. „Insgesamt wird lediglich ein Drittel der Bevölkerung direkt befragt“, heißt es beim Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie.



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