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Vor Gericht: Freiheitsstrafe und Geldstrafe für Randale auf der Messe

Zellentür auf der Wache eingetreten

Rinteln (maf). Acht Monate nach dem Einbruch in ein Jugendzentrum muss ein arbeitsloser Rintelner nun für ein Jahr hinter Gitter. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Christian Rost verurteilte den 22-Jährigen außerdem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Sachbeschädigung.

Nach einer Schlägerei auf der Rintelner Messe hatte der Mann mehrere Polizeibeamte beschimpft, sich massiv gegen die Entnahme einer Blutprobe gewehrt und auch noch die Zellentür eingetreten. Ein zweiter Angeklagter (34), der auf der Wache ebenfalls ausgerastet war, muss eine Geldstrafe von 780 Euro zahlen. Der 22-Jährige ist vor Gericht kein Unbekannter. Erst im Januar war er wegen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, dann zwei Monate später rückfällig geworden, als er die Scheibe der Eingangstür des Jugendzentrum einschlug und aus dem Haus eine Geldkassette mit 50 Euro mitnahm. Bei der Schlägerei auf der Herbstmesse, die vor Gericht verhandelt wurde, war die Polizei mit einem Großaufgebot auf dem Kirchplatz erschienen, viele Beteiligte allerdings bereits verschwunden. Zeugen konnten aber die beiden Angeklagten als Akteure bei der Schlägerei identifizieren. Nach Zeugenaussagen sollder 34-Jährige versucht haben, einer bis heute unbekannten Person eine Wodkaflasche auf den Kopf zu schlagen. Doch die Zeugenaussagen waren vor Gericht zu widersprüchlich, um diese Anschuldigung letztlich zu klären. Die beiden Schläger mussten in Handschellen zum Polizeikommissariat gebracht werden. Dort schlief der 22-Jährige zunächst ein, um wenig später umso gewalttätiger zu randalieren. Der Alkoholtest bei ihm ergab 2,2 Promille, bei dem 34-Jährigen 1,9 Promille. Außerdem konnten beiden Cannabisrückstände im Blut nachgewiesen werden.

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