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600 Fans feiern Gilbert O’Sullivan im Theater am Aegi

Zeitreise in die Pop-Vergangenheit

Autor:

Lars Andersen

Hannover. Mit Songs wie „Alone Again (Naturally)“, „Clair“ oder dem Überhit „Get Down“ eroberte Gilbert O’Sullivan in den frühen 70er-Jahren weltweit die Charts. Sein unverkennbarer keyboardlastiger Sound machte ihn zu einem der erfolgreichsten Songschreiber, den auch Kollegen wie Morissey oder Neil Diamond schätzten.

Doch bereits 1974 ließ der Hype um den quirligen Wuschelkopf nach – nennenswerte Charterfolge gelangen dem gebürtigen Iren nur noch in Großbritannien. Zudem legte ein langjähriger Rechtsstreit mit seinem damaligen Manager die Karriere des 72-Jährigen zunächst vollkommen lahm, bevor O’Sullivan Anfang der 90er-Jahre ein Comeback gelang. Erfolgreiche Hitparaden-Notierungen gelangen ihm jedoch mehr oder weniger nur mit Best-of-Veröffentlichungen.

Mit seinem aktuellen Top-20-Longplayer „Gilbert O’Sullivan“ im Gepäck, gab der Sänger am Mittwoch ein bejubeltes Konzert im Aegi, das einen gut aufgelegten Entertainer erlebte. Obwohl die Songs des grandiosen Keyboarders in minimalistischer Instrumentierung dargeboten wurden, nur Gitarrist Bill Shanley verfeinerte den Sound, erhielten die Lieder durch raffinierte Arrangements dennoch genügend Ausdruckskraft.

Zudem erwies sich der Hitlieferant als charmanter Plauderer, der viel Interessantes über die Entstehung seiner Songs verriet. So habe er seinen größten Hit „Get Down“ binnen kürzester Zeit auf dem Piano komponiert – einem britischen Plattenspieler der 60er-Jahre widmete er den Titel „Dansette Dreams and 45‘s“. „Ich fand es immer toll, die Vinylsingles auf ihm abzuspielen.“

Zusammen mit dem textsicheren Publikum sang der mehrfache Familienvater das Stück „Where Peaceful Waters Flow“, schunkelte und faxte mit den Fans zu „Ooh-Wakka-Doo-Wakka-Day“ – dass er seinen Hit „Clair“ zunächst in der falschen Tonart anstimmte, amüsierte nicht nur den verblüfften Gitarristen, sondern auch die Konzertbesucher. Mit „ Alone Again (Naturally)“ und dem unverwüstlichen „Get down“ sorgte der Ire zum Schluss noch einmal für euphorische Stimmung. Zugabe: Fehlanzeige – dafür gab es aber nach dem Konzert noch Autogramme für die Fangemeinde.




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