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Zeigt her eure Füße

Dino-Eier zu Ostern. Im Münchehagener Dinosaurier-Park werden seit Samstag sechs versteinerte Exemplare ausgestellt. Die Urzeit-Riesen sind vor zig Millionen Jahren auch bei uns spazierengegangen. Wir zeigen die Fußabdrücke längst vergangener Zeiten. Ein Ausflug in den Dino-Park des Weserberglandes.

Autor:

Cornelia Krupa
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Auf der ganzen Welt gibt es Fundorte von Dinosaurier-Skeletten. Auf allen Kontinenten haben Wissenschaftler Spuren, Skelette, Versteinerungen entdeckt. Doch wie war es den Dinos möglich, sich flächendeckend über den ganzen Globus zu verbreiten? Die Erklärung ist einfach: Lange Zeit bildeten alle Kontinente den einen zusammenhängenden Urkontinent Pangaea, der erst vor 150 Millionen Jahren auseinandergebrochen ist. Viele Dinosaurier lebten zu einer Zeit, als Afrika und Amerika eben noch nicht getrennt waren. So erklärt sich, warum es aus heutiger Sicht über Ozeane hinweg dieselben Funde geben konnte. Eine Fundstelle liegt im Weserbergland: Münchehagen. Dort haben drei Saurier-Arten ihre Spuren hinterlassen.

Der Allosaurus (Foto oben) war als Fleischfresser einer der blutrünstigsten und brutalsten Dinosaurier überhaupt. Der Raubsaurier wurde bis zu zwölf Metern lang und brachte bis zu zwei Tonnen auf die Urzeit-Waage. Ein wahrer Gigant also, der auch an anderer Stelle für gigantische Zahlen sorgt: Trotz seiner Masse war der Allosaurus nämlich bis zu 70 Stundenkilometer schnell.

Wer glaubt, der Tyrannosaurus Rex sei der schlimmere Jäger gewesen, der irrt: Der T-Rex war nämlich nicht so schnell, da sein Kopf zu schwer war und während des Laufens zu sehr wackelte. Der Allosaurus war zwar kleiner als der T-Rex, hatte jedoch stärkere Nackenmuskeln, sodass sein Kopf besser gestützt wurde und ihn bei der Jagd nicht behinderte. Gelaufen ist der Allosaurus nur auf seinen Hinterbeinen und nicht auf allen Vieren wie manch anderer Zeitgenosse. Gejagt und getötet hat dieser Urzeit-Riese vor rund 150 Millionen Jahren. Die Raubsaurier wurden nur rund 25 Jahre alt.

4 Bilder
Die Spur, die auf dem Bild der Ausgrabungen in Münchehagen zu sehen ist, stammt von einem ornithopoden Dinosaurier, dem Iguanodons.

Der Diplodocus (Foto rechts) zeichnete sich durch seine gewaltige Größe aus: Er wurde bis zu 26 Meter lang, wovon allein der Hals bis zu sechs Meter lang war. Er war ein freundlicher Pflanzenfresser, der zu der Familie der Sauropoden gehörte. Das Gewicht dieser Tiere wird auf 10 bis 16 Tonnen geschätzt. Eine stattliche Menge, die während des Laufens von vier Beinen getragen werden musste. Der Pflanzenfresser hatte aufgrund seiner Masse und seiner Anatomie gleich mehrere Nachteile: Zum einen war er recht langsam – er konnte maximal 20 Stundenkilometer schnell laufen. Zum anderen war er zu behäbig und wurde so für Fleischfresser zur leichten Beute. Der Vorteil für den Pflanzenfresser lag darin, dass er Höhen von bis zu zehn Metern erreichte. Der Diplodocus lebte zur Zeit des Allosaurus, also ebenfalls vor rund 150 Millionen Jahren. Wie alt die Tiere werden konnten, ist bisher nicht erforscht.

Das Iguanodon (Foto unten) gehörte zur Familie der ornithopoden Dinosaurier, die zu den Vorfahren der modernen Vögel von heute zählen. Es handelt sich wie beim Diplodocus um Pflanzenfresser, die bis zu acht Meter lang und fünf Meter hoch waren. Das Gewicht des Pflanzenfressers betrug bis zu viereinhalb Tonnen. Wie auch der Diplodocus lief dieser Dinosaurier auf allen Vieren, wobei er schneller war, als sein großer, schwerer Zeitgenosse. Das Iguanodon war bis zu 40 Stundenkilometer schnell. Typisch für diese Dinosaurierart waren die spitzen Daumen. Diese konnte der Pflanzenfresser zur Verteidigung, aber auch als Hilfe zum Weiden verwenden. Das Skelett dieses Dinosauriers gilt als eines der ersten, die entdeckt worden sind. Gelebt hat das Iguanodon vor rund 110 bis 140 Millionen Jahren.

Diese drei

Dinosaurier-Arten haben ihre Fußabdrücke bei uns in der Region hinterlassen. 1200 Quadratmeter wurden für die Spurensuche im Münchehagener Dino-Park freigelegt. Auf dieser Fläche wurden 170 Dinosauriertrittsiegel gefunden. Das längste Siegel umfasst 57 Tritte und gehört damit zu einem der längsten, ununterbrochenen und intakten Spuren auf der ganzen Welt.

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