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Zebrastreifen noch in diesem Jahr

BAD MÜNDER. Beim „Beirat für Senioren und Menschen mit Behinderung in Bad Münder“ setzen die Akteure auf Kontinuität – es bleibt alles beim Alten. Gertrud Bünnig wird das Gremium, das sich im vergangenen Jahr neu zusammengefunden hatte, auch weiterhin führen.

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Autor

Christoph Huppert Reporter

Der gesamte Vorstand wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig im Amt betätigt. „Eigentlich ist nur eine Bestätigung notwendig, keine Neuwahl, denn wir sind ja erst ein Jahr im Amt“, so Bünnig.

Mit seinen „Ortsbegehungen“ habe der Beirat viel auf den Weg gebracht, so die Vorsitzende. Nach der Kernstadt hatten die Beiratsmitglieder auch die Ortsteile Eimbeckhausen und Beber-Rohrsen unter die Lupe genommen und auf die Tauglichkeit für Senioren und Menschen mit Behinderung hin überprüft. Zahlreiche Mängel konnten dabei das insgesamt gute Ergebnis nicht beeinträchtigen.

Für den Verkehrsbrennpunkt Angerstraße/Bahnhofstraße in der Kernstadt kündigte Bürgermeister Hartmut Büttner die Einrichtung einer „Querungshilfe“, sprich eines nachts beleuchteten Zebrastreifens in Höhe des ehemaligen Deutschen Hauses, noch in diesem Jahr an. Jahrelang war die Entschärfung dieses Problembereiches diskutiert worden. Eine Ortsbesichtigung des Beirates hatte das Thema noch einmal ins Rollen gebracht. Die jetzt von der Straßenbaubehörde geplante Lösung jedoch fand nicht die vorbehaltlose Zustimmung des Beirates. „Lieber vor der Feuerwehr oder in Höhe der Bäckerei“, monierte etwa Hansjürgen Rauscher. Und auch Gotthard Feist, der erste Vorsitzende des Behindertenbeirates des Landkreises, äußerte Bedenken, ob ein Zebrastreifen an dieser Stelle angenommen werde. „Die Verkehrssituation in diesem Bereich ist nicht einfach“, gestand auch Büttner zu, der darauf hofft, dass die jetzt verwirklichte Lösung angenommen wird. „Wie soll man’s denn machen?“, so auch der Einwand von Heinz Spangenberg. „Lasst uns für die Querungshilfe reden, nicht dagegen.“ Trotz der geäußerten Kritik sprach sich der Beirat mehrheitlich für die Einrichtung aus.

Bei Begehungen des Seniorenbeirates wurde eine Querungshilfe an der Bahnhofstraße regelmäßig angemahnt.
  • Bei Begehungen des Seniorenbeirates wurde eine Querungshilfe an der Bahnhofstraße regelmäßig angemahnt.

Breiten Raum nahm die Diskussion der Frage ein, wie sich der Beirat in der Öffentlichkeit besser darstellen und seinen Bekanntheitsgrad steigern könne. Einem „Facebook - nein danke“ standen herkömmliche Werbemittel wie Info-Flyer oder Besuche von Altenheimen, Kirchengruppen und sozialen Einrichtungen gegenüber. Auch einen Seniorennachmittag in der katholischen Kirche könne man sich gut vorstellen, so Bünnig.

Zwar wurde das für Dezember geplante „Erzählcafé“, bei dem sich ältere Menschen über ihre Vergangenheit austauschen können, infolge des Fehlens einer passenden, barrierefreien Örtlichkeit in den Frühling verlegt, doch sollen die Ortsbegehungen auch im kommenden Jahr unbedingt weitergeführt werden, kündigte die alte und neue Vorsitzende an. „Da bleiben wir dran.“



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