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Zahlreiche Besucher beim Bauernmarkt

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Autor:

von saskia helmbrecht

Schöner hätte das Wetter gestern beim Bauernmarkt und verkaufsoffenen Sonntag wohl nicht sein können: Mit Temperaturen weit über 20 Grad und strahlendem Sonnenschein zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite. Viele Münderaner zog es in die Innenstadt – ausgestattet mit einem Eis flanierten sie über den Bauernmarkt.

Besonders gefragt waren die vielen heimischen Produkte, die es sonst kaum in einem Supermarkt zu kaufen gibt. Selbst gekochte Marmeladen, ausgefallene Kürbissorten und gebastelte Deko luden zum ausgiebigen Einkaufen ein. Von 13 bis 18 Uhr öffneten zahlreiche Geschäftsleute an der Marktstraße, Langen Straße und Echternstraße ihre Türen.

Echter Hingucker waren die fünf Schlepper, die die Sünteltaler Treckerfreunde ausstellten. An ihrem Stand wurde aber nicht nur über die Technik gefachsimpelt, sondern es wurden auch gleich frische Kartoffeln verkauft. „Die haben wir auf unserem Vereinsgelände gepflanzt, erst am Freitag geerntet und sogar mit der Hand aufgelesen“, sagt Kurt Westphal, Vorsitzender des Vereins. Das älteste Gefährt war eine Feldspritze aus dem Jahr 1951. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden, aber es könnten noch mehr Aussteller sein“, findet Westphal.

Dass noch mehr Gewerbetreibende mitmachen könnten, findet auch Michael Maly, Schatzmeister von der Wirtschaftsvereinigung Bad Münder. Er hat die vielen Besucher mit Kartoffelpuffern versorgt. „Wir kommen langsam dahin, wo wir hinwollen mit unseren Veranstaltungen“, so Maly. Generell werde der Bauernmarkt aber besser von den münderschen Bürgern angenommen. Von den drei Veranstaltungen, die die Wirtschaftsvereinigung jedes Jahr organisiert, werde der Bauernmarkt am besten besucht. Neu seien in diesem Jahr vor allem die vielen Tische, an denen Besucher eine kleine Pause vom Shoppen einlegen konnten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten Bertram Konerding und seine Partnerin Esther mit modernen Songs aus den Charts. Etwas ruhiger ging es dafür bei Bruno Siebert zu: Er sorgte an der Drehorgel für den musikalischen Rahmen des Marktes. Auch die Ehrenamtlichen des „Bürgerbus“-Projektes nahmen die Gelegenheit wahr und präsentierten sich mit ihrem Bus auf dem Markt.

„Vielen ist immer noch nicht bewusst, dass der Bürgerbus für alle da ist“, sagt Fahrer Hans Pirone. Andere Besucher hätten ihn immer wieder nach dem Linienplan gefragt. „Bis sich ein solch neues Projekt etabliert hat, braucht es im Schnitt ein Jahr. Wir sind sehr zufrieden, wie es bisher läuft“, so Pirone. Den Bürgerbus gibt es erst seit rund dreieinhalb Monaten. Knapp 1000 Fahrgäste hat der Bürgerbus im Monat. „Ein guter Start“, so Pirone. Gespräche am Stand der Initiative gegen Massentierhaltung Viel los war auch am Stand der Bürgerinitiative Deister-Sünteltal gegen Massentierhaltung. Denn: Die Forstgenossenschaft Groß Hilligsfeld plant, das ehemalige Nato-Tanklager zwischen Flegessen und Unsen als Lager für Flüssigdünger zu vermieten. Das Vorhaben hatte in den Süntelgemeinden für Unruhe gesorgt (wir berichteten). Auch ging es um den Maststall in Nettelrede. „Das Thema Massentierhaltung ist zwar in vielen Köpfen präsent, aber bei vielen ist das auch nur ein Lippenbekenntnis“, sagt Andrea Schäfer vom Verein. Viele seien zwar gegen Massentierhaltung, im Alltag würde das aber nicht umgesetzt werden, beklagt sie. Den Bauernmarkt wollte die Initiative noch einmal nutzen, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.

Für Aufmerksamkeit sorgte auch Johann Hasenfuss vom Optiker an der Marktstraße: Mit schräg-schrillen Brillen konnten die Besucher an einer Fotobox lustige Bilder schießen. „Die Aktion wird sehr gut angenommen. Die Veranstaltung ist super – aber man muss auch selbst etwas draus machen“, so Hasenfuss. Michael Engel ist zufrieden mit der Resonanz Auch Michael Engel, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsvereinigung, war mit der Veranstaltung zufrieden. „Ich bin positiv überrascht. Das Wetter ist schon fast zu gut“, so Engel. Er habe zahlreiche Besucher von außerhalb gesehen. „Das zeigt mir, dass unsere Werbemaßnahmen aufgegangen sind.“ Die Wirtschaftsvereinigung habe in den vergangenen zwei Wochen noch einmal die Werbetrommel gerührt, um auch Besucher aus Hameln anzulocken. „Die Resonanz ist da und es hat alles gut geklappt, zum Beispiel mit den Genehmigungen oder mit den Anträgen“, freut sich Engel. Er hat sich am Nachmittag selbst auf den Laufsteg gewagt: Um 15 Uhr begann die Modenschau mit Herbstmode im Kaufhaus Döring.



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