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Rathaus korrigiert MdL-Aussagen zuÜbernachtungszahlen / "Man sollte schon genauer hinschauen"

Zahlen falsch gelesen: Stadt gibt Pörtner Kontra

Bückeburg (rc). "Man sollte schon ein wenig genauer hinschauen, um Aussagen treffen zu können." Mit diesen Worten hat die Stadt Bückeburg auf Aussagen des Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner (CDU) reagiert, der in einer Pressemitteilung ausgeführt hatte, dass die Touristenströme an Bückeburg vorbeizögen und sich dabei auf die jüngsten Zahlen des Landesamtes für Statistik bezogen. Danach sei die Zahl der Übernachtungen in Bückeburg im Jahr 2006 - entgegen dem Landestrend - um 1,4 Prozent zurückgefallen und die durchschnittliche Verweildauer auf zwei Tage gesunken. Zudem habe die Bettenauslastung nur 28,7 Prozent betragen.

Wie Stadtkämmerer Horst Tebbe und der Fachgebietsleiter Wirtschaftsförderung, Karl Fehring, in einem Pressegespräch ausführten, stehe in der Statistik für die "Beherbergungen im Reiseverkehr", auf die sich Pörtner beruft, allerdings auch, dass die Zahl der meldepflichtigen Bückeburger Beherbergungsbetriebe von zwölf auf neun zurückgegangen ist. Damit sei die Zahl der zur Verfügung stehenden Gästebetten von 340 auf 258 gesunken, mithin ein Verlust von 82 Betten: "Wenn weniger Betten zur Verfügung stehen, dann gibt es zwangsläufig auch weniger Übernachtungen." Trotz des Rückgangs der Bettenzahl um 24 Prozent sei die Zahl der Übernachtungen nicht im gleichen Maße zurückgegangen, wie Fehring und Tebbe in einem Vergleich der Monate April 2007 und April 2006 vorrechneten. Danach wurden "nur" 17 Prozent weniger Gäste und "nur" 16 Prozent weniger Übernachtungen verzeichnet. Unter dem Strich sei also trotz weniger Betten ein "gewisses Plus" zu verzeichnen, wenn auch nicht in absoluten Zahlen. Zur Bettenauslastung der Bückeburger Hotels von 28,7 Prozent merkten Tebbe und Fehring an, dass die Berechnungsweise des Statistischen Landesamtes "mit einer gewissen Vorsicht" zu genießen sei. Hoteliers müssten lediglich die Zahl der belegten Betten an das Landesamt melden. Ein Beispiel, das Fehring anführte: In einem 100-Betten-Hotel sind alle 50 Doppelzimmer von je einer Einzelperson belegt, gemeldet werden die 50 Gäste, obwohl das Hotel zur gleichen Zeit komplett ausgelastet war. Außerdem wiesen Tebbe und Fehring im Bereich des Tagestourismus auf weiter steigende Besucherzahlen hin. Schloss oder Hubschrauber Museum hätten im ersten Halbjahr 2007 durchschnittliche Zuwächse von rund zehn Prozent verzeichnet. Auch Gastronomie und Gewerbe würden sich zufrieden mit der Entwicklung zeigen. Insgesamt ziehen Tebbe und Fehring aus der Entwicklung den Rückschluss, dass Bückeburg aus Sicht des Tourismus durchaus noch ein weiteres Hotel gebrauchen könne. Besonders fehle es an einem busfähigen Hotel, das in der Lage ist, 50 Gäste auf einen Schlag aufnehmen zu können. Wie berichtet, hatten im vergangenen Jahr sowohl das Hotel "Altes Forsthaus" als auch der "Altstadtkeller" geschlossen. Seitdem stehen beide Häuser leer, neue Pächter oder Käufer konnten bisher nicht gefunden werden. Mehrfach hatte es auch bereits Forderungen nach dem Neubau eines Hotels gegeben, wie etwa auf der Jahresversammlung des Bückeburger Stadtmarketing.



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