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Polizei meldet: 200 Delikte weniger als 2006 / Kriminalität weit unter Landesschnitt

Zahl der Straftaten geht erneut zurück

Bückeburg/Obernkirchen/Eilsen/Nienstädt (rc). Das Polizeikommissariat Bückeburg hat im vergangenen Jahr erneut einen Rückgang in der Kriminalitätsstatistik verzeichnen können. Insgesamt wurden 2798 Straftaten registriert, 2006 waren es noch knapp 3000; das entspricht einem Rückgang um etwa 200 Delikte. Bei der sogenannten Kriminalitätsbelastung, die Zahl der Fälle hochgerechnet auf 100 000 Einwohner, liegt das Revier sogar weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt.

"Insgesamt können wir sagen, das wir in einer sehr sicheren Region leben", sagte der Chef des Polizeireviers Werner Steding auf einer Pressekonferenz. "Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist in dieser Region sehr gering." Zum Gebiet des Polizeikommissariats gehören die Städte Bückeburg und Obernkirchen sowie die Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit insgesamt knapp 50 000 Einwohnern. Den größten Anteil im "Kriminalitätskuchen" haben nach wie vor die Diebstähle, die zwar im Verlauf der Jahre kontinuierlich zurückgegangen sind, weiterhin aber einen Anteil von knapp 40 Prozent einnehmen. Früher waren es weit über 50 Prozent. Prävention, steigende Sensibilität, härtere Strafen und mehr Sicherungen seien die Gründe für diesen Rückgang. Mit nur 37 Wohnungseinbrüchen wurde 2007 ein "historisches Tief" erreicht. Die Vermögensdelikte bewegen sich konstant bei 16,7 Prozent. Vor allem unbezahlte Katalogbestellungen und Internet-Betrug machen den Beamten Sorgen. Bei den Sachbeschädigungen ist ein Anstieg auf insgesamt 14,8 Prozent zu verzeichnen. Die Rauschgiftdelikte blieben mit einem Anteil von 4,1 Prozent relativkonstant, der Anteil der Sexualdelikte beläuft sich auf 1,3 Prozent. Sowohl Steding als auch der neue Leiter des Ermittlungsdienstes, Eberhard Peithmann, appellieren in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, jedes noch so kleine Vorkommnis zu melden und gegen "die Kultur des Wegschauens" zu handeln. "Wir kümmern uns um jeden Anruf. Kann sein, dass wir nicht sofort Erfolg haben, das aber bestimmt beim zweiten oder dritten Mal." Ein Beleg dafür, dass sich die knapp 60 Beamten des Reviers um alles kümmern, zeigt allein die Zahl der "sonstigen" abgearbeiteten Vorkommnisse: 3812. Dazu zählen 207 Ruhestörungen, 183 Streitigkeiten oder 100 Mal die Suche nach oder das Kümmern um hilflose Personen. Stolz ist das Revier auch auf seine Aufklärungsquote, die bei 55,9 Prozent im Landesdurchschnitt liegt, ein leichter Anstieg gegenüber 2006. Für 2008 hat sich das Kommissariat vor allem die Bekämpfung der Diebstähle vorgenommen. "Wir werden präventiv tätig, etwa durch verstärkte Streifen in der dunklen Jahreszeit, werden aber auch die Repressionen erhöhen." Zweiter großer Arbeitsbereich wird 2008 die Bekämpfung der Jugendkriminalität sein: insbesondere das Thema Rauschgift und die Verhinderung von Gewalt haben sich die Beamten auf die Fahnen geschrieben. Last, but not least wollen sie sich aber auch darum kümmern die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. Zu sehen ist dies bereits jetzt durch eine höhere Präsenz von Streifenwagen im Bereich der Schulen bei Schulbeginn und -schluss.




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