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Tatsächlich ist da mehr als nur „Owner Of A Lonely Heart“ / Zu Gast in Bielefeld

Yes kann nicht Nein sagen und ist im Herbst auf Progressive-Rock-Reise

Bielefeld (ey). Anderson, Kaye, Bruford, Squire, Moraz… Wer sich die Bandgeschichte von Yes reinzieht, dem brummt der Schädel. Im Verlaufe von über 40 Jahren sind viele Musiker gekommen, gegangen, wieder zurückgekommen, wieder gegangen, dann hat man sich zwischenzeitlich ganz getrennt, hat sich Soloprojekten gewidmet, um nachher doch wieder gemeinsam Mucke zu machen. Bei so viel Hin und Her raufen sich Manager für gewöhnlich dermaßen ihre Haare, dass sie schon im besten Alter Glatze haben.

Bei den Musikern sieht das anders aus: Die langen Haare sind geblieben, und tatsächlich geht die Gruppe – konsequenterweise wieder in einer anderen Besetzung – auf Tournee, 43 Jahre nach ihrer Gründung. Am Sonntag, 4. Dezember, 20 Uhr, gibt das Quintett im Bielefelder Ringlokschuppen ein Konzert. Eintrittskarten dafür gibt es im Vorverkauf.

Yes. Radiohörer verbinden mit dieser britischen Progressive-Rock-Band immer nur einen Hit: „Owner Of A Lonely Heart“. Genau genommen hat es einen zweiten Single-Erfolg auch nie gegeben, was Yes irgendwie zu einem One-Hit-Wonder macht. Urig…

Dabei gehören jene Musiker zu den Wegbereitern des Progressive-Rock. Und sie haben die Sache durchgezogen, bis heute. Selbst das Neunziger-Album „Talk“ lieferte teils ungewohnt schräges Material und war ein weiteres Teilchen im Soundtrack der Rockgeneration. Und immerhin: Unterm Strich stehen bis heute über 30 Millionen verkaufte Tonträger. Davon kann man sich schon ein nettes Leben machen.

Unbestritten sind die Live-Qualitäten. Die aktuelle Besetzung bei dieser Tournee besteht aus Steve Howe (Gitarre), Alan White (Schlagzeug), Chris Squire (Bass), Oliver Wakeman (Keyboards) und Benoit David (Gesang). Mit Squire ist sogar ein Gründungsmitglied dabei. Benoit David, der sich bisher als Sänger der kanadischen Yes-Tributeband „Close To The Edge“ einen Namen gemacht hat, übernimmt aufgrund der gesundheitlichen Probleme Jon Andersons den Job jetzt im Original und ist bestimmt stolz wie Hulle.

Letzterer – Hulle – war übrigens nie Mitglied der Gruppe.




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