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Wüstefeld: "Zehntscheune sozial nutzen"

Stadthagen (ssr). Nicht auf kulturelle oder gastronomische Zwecke, sondern auf soziale Dienste will der Stadthäger Vorsitzende der Jungen Union, Marius Wüstefeld, das derzeit entstehende Nutzungskonzept für die "Zehntscheune" ausgerichtet sehen.

"Bürgermeister Bernd Hellmann sollte nicht die ,kleinen Leute' vergessen", erklärte Wüstefeld gegenüber dieser Zeitung: "Die ,Zehntscheune' sollte nicht zur Optimierung des kulturellen Angebots für diejenigen dienen, die sich das leisten können." Wüstefeld schlägt stattdessen die Nutzung des historischen Gebäudes für soziale Zwecke vor. So könnte dort ein Jugendzentrum entstehen, und zwar anstelle der Jugend-Container am Jahnstadion, die "beschämend und unwürdig für eine Kreisstadt sind - da fühlen sich Jugendliche nicht ernst genommen". Denkbar wäre für ihn auch die Nutzung durch die DRK-Kleiderkammer oder die Stadthäger "Tafel". Derartige soziale Angebote gehören laut Wüstefeld "mitten in die Stadt". Wegen der kürzeren Wege für die Nutzer, und um "ein Signal zu setzen, dass wir uns um diese Menschen kümmern, sie in unsere Mitte nehmen". Als weitere Option könnte sich der JU-Nachwuchspolitiker die Einrichtung einer Mensa für die benachbarte Haupt- und Realschule in der "Zehntscheune" vorstellen. "Der Trend geht zur Ganztagsschule, da könnte eine Mensa in direkter Nachbarschaft helfen." Auch die Einrichtung einer städtischen "Suppenküche" für Bedürftige wäre für Wüstefeld denkbar. Die gastronomische oder kulturelle Nutzung der "Zehntscheune" würde "eine unnötige interne Konkurrenz zum Ratskeller und zur ,Alten Polizei' bedeuten - Einrichtungen, in die die Stadt erheblich Geld investiert hat". Kategorisch spricht sich Wüstefeld gegen einen Abriss der Festhalle aus. Diese sei für Stadthagen unverzichtbar. Der betrieb sollte privat erfolgen. Denkbar wäre unter anderem etwa die Installierung einer Disko.



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