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Slam-Poetry-Spektakel am 21. und 22. Mai in Hannover

Wortreich und geistreich: Dichterschlacht in der Oper

Hannover (jlg). Die Schlacht kann beginnen: Am Samstag, 21., und Sonntag, 22. Mai, steht Hannover ganz im Zeichen des gesprochenen Wortes, dann wird die Niedersächsisch-Bremische Slam-Poetry-Meisterschaft die besten Live-Poeten des Landes im Kulturzentrum Faust und in der Oper Hannover ins Scheinwerferlicht rücken.

Schon von Tobias Kunze oder Bente Varlemann gehört? Ihre Namen sollte man sich merken, denn diese beiden zählen zu den Titel-Aspiranten des Slam Poetrys. Poetry Slams sind die moderne Form klassischer Dichterschlachten und liegen im Trend. Land auf, Land ab ist die „Schlacht der Worte“ mit ihrer rasanten Live-Literatur in aller Munde. Die bundesdeutsche Slam-Poetry-Szene stellt mit 150 Veranstaltungsorten die aktivste Slam-Gemeinschaft Europas – und natürlich darf Hannover in dieser Szene nicht fehlen, weil diese Stadt mehr ist als 96… Hannover nimmt mit seinen beiden Poetry Slams „Macht Worte!“ und „Altstadtschnack“ ohnehin eine der Vorreiter-Rollen ein. Seit März 2010 kommt es halbjährlich zu einem „Macht Worte!“-Gastspiel in der Staatsoper. Mit bisher zwei ausverkauften Vorstellungen (jeweils 1202 Besucher) stellt dieser „Slam“ Deutschlands größten Einzel-Slam.

Bemerkenswertes

Darum wird „geslamt“: Zwölf Städte schicken ihre besten Live-Poeten in die Landeshauptstadt, um eine Frage zu klären: „Wer ist der Beste im Land?“ 23 Poeten stellen sich in zwei Vorrunden am Samstag, 21. Mai, mit ihren Texten im Kulturzentrum Faust dem Votum des Publikums, zehn von ihnen ziehen in das große Finale am darauf folgenden Tag in der Oper Hannover ein. Doch im Endeffekt geht es bei einem Poetry Slam gar nicht um die Frage „Wer wird der Sieger sein?“ Vielmehr steht bei allen Poeten die Lust am Textvortrag und das Dabeisein im Vordergrund, heißt doch eine Urlosung des Slam-Erfinders Marc Kelly Smith (Chicago) aus dem Jahre 1986 „The points are not the point!“ Bei einem Poetry Slam steht vor allem die spürbare Lust an der Literatur im Vordergrund.

Ein besonderer Rahmen: In der Warenannahme, der Kultur- und Theaterbühne des Faust in Hannover, hat der dienstälteste Poetry Slam Hannovers, die Dichterschlacht „Macht Worte!“, seit 2004 ihre Heimatspielstätte. Seit 2008 sind die Dichterschlachten hier monatlich mit 300 Besuchern ausverkauft und stellen im kulturellen Kanon des Kulturzentrums die erfolgreichste regelmäßige Bühnen-Veranstaltung. Die Staatsoper gilt indes nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern in der gesamten niedersächsischen Kulturlandschaft als einer der zentralen und wichtigsten „Leuchttürme“. Gerade bei einem Poetry Slam baut sich in der Oper eine faszinierend intensive Stimmung auf, die die auftretenden Poeten und das Publikum gleichsam in ihren Bann zieht. Hier hat das Wort im wahren Sinne der Bedeutung „Nachhall“.

Programmablauf, Samstag, 21. Mai: 15 bis 18.30 Uhr, Buchmesse mit Kurz- und Spontanlesungen, Warenannahme und Café Siesta, Kulturzentrum Faust, 18.45 Uhr „Wir sind die Niedersachsen“ (Einmarsch der Poeten mit dem Fanfarenzug Alt Linden von 1964); 19.30 Uhr Beginn Vorrunde I in der „Warenannahme“; 20 Uhr Beginn Vorrunde II im „Mephisto“; ab 23 Uhr Aftershow-Party

Programmablauf Sonntag, 22. Mai: 12.25 Uhr, Poetry Slam-Revue – Fünf Finalisten live, Hauptbühne am Friedrichswall; 20.30 Uhr Finale Niedersächsische Staatsoper Hannover; 23 Uhr Aftershow-Sommernachtsparty auf dem Opernvordach mit Tanz und den DJs vom „Lieber Klub“




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