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Aus nach zehn Jahren auf dem Marktplatz: Betreiber haben Insolvenzantrag gestellt

"Wohnzeit Alter" schließt zum Monatsende

Rinteln (clb). Ein Einschnitt in Rintelns Einzelhandelslandschaft: "Wohnzeit Alter" schließt zum Monatsende seine Türen. Weil die Umsätze immer stärker zurückgegangen sind, haben Liane und Michael Alter Insolvenz beantragt; das Verfahren ist am 15. April eröffnet worden. Damit geht auf dem Rintelner Marktplatz eine fast zehnjährige Ära zu Ende.

"Bis zum 30. April muss alles raus sein", erklärt Liane Alter. F

Anfang des Jahres waren die Besitzer noch zuversichtlich, die sinkenden Umsatzzahlen in den Griff zu bekommen, und haben eine kleinere Ladenfläche gesucht. "Dass sich die Einnahmen in den Monaten Januar, Februar und März noch mehr verschlechtert haben, hat uns gezeigt, dass es in Rinteln nicht mehr lange gehen wird", erklärt Liane Alter. Einen anderen Ausweg hat auch Insolvenzverwalter Sascha Bibiha aus Minden nicht gesehen: "Im letzten Jahr ist ein Umsatzrückgang von 50 Prozent zu erkennen. Wie soll man das kompensieren, wenn man laufende Pflichten hat?" Für die negative Entwicklung nennt Liane Alter mehrere Gründe, die von der immer älter werdenden Gesellschaft bis hin zu den generellen Preisanhebungen reichen. In der Rintelner Innenstadt würde der Trend ohnehin weg von den individuellen Geschäften und hin zu großen Filialketten gehen. Und das geplante Einkaufszentrum trage ihrer Meinung nach nur dazu bei, dass sich die Einzelhändler zurückziehen. Ihr Tipp: "Bevor die Stadt ihre Energie an das Kloster-Karree verschwendet, sollte man lieber mit den Hauseigentümern über individuelle Ladenkonzepte nachdenken!" Mit der Aufgabe ihres Geschäftes stehen auch die beiden Inhaber vor einem tiefen Einschnitt: Während Michael Alter in den Ruhestand treten will, steht Liane Alter "dem Arbeitsmarkt wieder voll und ganz zur Verfügung", wie sie scherzhaft erklärt. Vom Einzelhandel will sie jedoch vorerst Abstand nehmen - und stattdessen lieber im Bürofach tätig sein. Am 30. April hat das Geschäft voraussichtlich zum letzten Mal geöffnet - bis dahin sollen alle Artikel verkauft sein. "Gutscheine können leider nicht mehr eingelöst werden, da es das Insolvenzgesetz so verschreibt", bedauern die beiden Betreiber.



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